Die NFL-Transferperiode 2026 begann mit einem Paukenschlag: Die Baltimore Ravens zogen sich kurzfristig aus einem geplanten Trade für Raiders-Defensive-End Maxx Crosby zurück. Die Folgen dieser Absage betrafen nicht nur die beiden beteiligten Teams, sondern auch die Tampa Bay Buccaneers. In einem Interview mit The Pat McAfee Show gab Buccaneers-GM Jason Licht nun Einblicke, wie sich diese Entwicklung auf die Bucs auswirkte.

Tampa wählte mit dem 15. Pick der ersten Runde Edge-Rusher Rueben Bain. Doch Licht ist überzeugt, dass die Draft-Strategie der Buccaneers ohne die gescheiterte Transaktion anders verlaufen wäre. Hätte der Trade stattgefunden, hätten die Raiders den 14. Pick erhalten – und damit einen offensichtlichen Bedarf an einem Pass Rusher gehabt. General Manager John Spytek hätte in diesem Szenario vermutlich einen Edge-Rusher gedraftet.

Doch der 14. Pick blieb bei den Ravens. Spytek hatte zudem zugesagt, den ehemaligen Ravens-Center Tyler Linderbaum zu verpflichten. Dadurch entstand bei Baltimore ein akuter Bedarf an einem Offensive-Lineman an Position 14. Da die Ravens mit der Verpflichtung von Trey Hendrickson bereits einen starken Edge-Rusher im Kader hatten, entschieden sie sich für Guard Vega Ioane.

Licht erklärte, dass die gescheiterte Transaktion indirekt den Buccaneers in die Hände spielte:

„Ich denke, dass uns die Absage des Trades in gewisser Weise geholfen hat. Ich hatte etwas Angst, dass die Raiders den Deal machen und Spytek – wir sind sehr eng befreundet – mich ein bisschen provozieren würde: ‚Hey, wir sitzen direkt vor dir, ich weiß genau, was du brauchst.‘
Dann hätte Crosby zu den Raiders zurückgehen können, und die Ravens hätten erneut ihren Pick gehabt. Ich wusste, dass sie Edge-Rusher lieben, also machte mir das Sorgen. Stattdessen haben sie Vega genommen – eine starke Wahl, denn sie brauchten Offensive-Linemen. Vielleicht hat die Tatsache, dass die Raiders Linderbaum unter Vertrag genommen haben, uns geholfen, Rueben zu draften.“

Licht räumte ein, dass die Bucs vor Hendricksons Verpflichtung durch Baltimore ebenfalls Interesse an ihm hatten. Doch am Ende ergab alles einen Sinn: Tampa erhielt mit Rueben Bain einen „glänzenden neuen Spielball“ für die Defense.