Die WNBA-Saison 2025/26 ist noch jung, doch bereits nach den ersten Spielen lassen sich erste Trends erkennen. Während einige Stars sofort überzeugen, kämpfen die meisten Rookies noch um Spielzeit und Wirkung. Hier die Bilanz der ersten Spiele:

Zwei klare Gewinnerinnen des Saisonauftakts

Sonia Citron: Sophomore-Jahr startet durch

Die 22-jährige Guardin der Washington Mystics hat ihren zweiten Profijahr bereits mit einer starken Leistung eingeläutet. Beim 68:65-Sieg gegen die Toronto Tempo erzielte Citron 26 Punkte – bei einer Trefferquote von 75 Prozent (9 von 12 Würfen) und traf drei von sechs Dreiern. Zudem steuerte sie zwei Steals und zwei Blocks bei. Damit bestätigt sie ihre Rolle als eine der vielversprechendsten Zweikämpferinnen der Liga.

Zitat von Sydney Johnson, Cheftrainer der Mystics: „Ihr normales Niveau ist für viele andere Spielerinnen bereits herausragend.“

Citrons Auftritt sorgte in den sozialen Medien für Aufsehen:

Sonia Citron heute Abend 🔥
26 Punkte • 2 Blocks • 3/6 Dreier • 9/12 Feldwürfe
@WomensHoops_USA

Kaitlyn Chen: Vom Cut zur Schlüsselspielerin

Die Guardin der Golden State Valkyries hatte einen holprigen Start in ihre Rookie-Saison 2025, wurde entlassen und spielte anschließend im Ausland. Doch nach intensiven Vorbereitung in der Offseason kehrte sie zurück – und lieferte direkt eine überzeugende Leistung ab. Beim 91:80-Sieg gegen die Seattle Storm erzielte Chen 14 Punkte bei 50 Prozent Wurfquote (5 von 10) und verzeichnete zwei Assists ohne Ballverluste.

Zitat von Natalie Nakase, Cheftrainerin der Valkyries: „Sie hat hart gearbeitet. Das zeigt sich jetzt. Sie ist extra für ein paar Wochen in die Bay Area gekommen, um an ihrem Spiel zu feilen. Ihre Fähigkeit, auf allen drei Ebenen zu punkten, hat sie bereits in der College-Liga unter Beweis gestellt – und das setzt sie jetzt fort.“

Zwei enttäuschende Auftritte der Rookies

Die Draft-Klasse 2026 kämpft noch um Minuten

Die meisten Neulinge der diesjährigen Draft hatten einen schwierigen Saisonstart. Lediglich Flau’jae Johnson von den Seattle Storm konnte mit 12 Punkten (bei 25 Prozent Trefferquote) im Spiel gegen die Golden State Valkyries zweistellig punkten. Die Top-Picks der Draft schnitten noch schlechter ab:

  • Azzi Fudd (Nr. 1, Dallas Wings): 3 Punkte in 18 Minuten (1 von 2 Würfen)
  • Awa Fam (Nr. 2): Noch nicht im Kader der Dallas Wings aktiv
  • Lauren Betts (Nr. 4): Spielt weiterhin im Ausland

Die Rookies müssen sich erst noch an das Tempo und die körperliche Intensität der WNBA gewöhnen. Ob sie in dieser Saison noch eine größere Rolle spielen werden, bleibt abzuwarten.

Fazit: Erfahrung schlägt Talent – zumindest zu Saisonbeginn

Während etablierte Spielerinnen wie Citron und Chen sofort überzeugen, brauchen die meisten Neulinge noch Zeit, um sich in der Liga zu etablieren. Die ersten Spiele zeigen: In der WNBA zählt nicht nur Talent, sondern auch mentale Stärke und Anpassungsfähigkeit.

Quelle: SB Nation