Matthew Sigel, Leiter der Research-Abteilung von VanEck, prognostiziert, dass Bitcoin bis zum Ende der nächsten US-Präsidentschaftsperiode auf 1 Million Dollar steigen könnte. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 1.150 % gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 80.200 Dollar (Stand: 9. Mai).
Die Prognose unterstreicht das Potenzial von Bitcoin als langfristige Wertanlage, insbesondere vor dem Hintergrund institutioneller Nachfrage und eines expandierenden Marktes für digitale Wertaufbewahrung. Derzeit bewegt sich der Bitcoin-Kurs in der Nähe der 80.000-Dollar-Marke, nachdem er im Oktober 2025 ein Allzeithoch von 126.198 Dollar erreichte.
Prognosen im Vergleich: Von 200.000 bis 1 Million Dollar
Neben VanEcks optimistischer Einschätzung gibt es weitere ambitionierte Kursziele für Bitcoin. Fundstrats Tom Lee sieht den Bitcoin-Kurs bis 2026 zwischen 200.000 und 250.000 Dollar. Andere Analysten, darunter Bitwises CIO Matt Hougan, gehen ebenfalls von einem siebenstelligen Bitcoin-Kurs aus – allerdings mit unterschiedlichen Zeitrahmen und Annahmen.
Hougans Modell basiert auf der Annahme, dass sich der globale Markt für Wertaufbewahrung bis 2036 auf etwa 121 Billionen Dollar ausweitet. Bei einer Marktanteilsquote von 17 % würde Bitcoin dann einen Kurs von 1 Million Dollar erreichen. Diese Prognose setzt jedoch voraus, dass Bitcoin als zentrales Asset für institutionelle Anleger, Staaten und jüngere Investoren akzeptiert wird.
Institutionelle Nachfrage als Treiber
VanEcks optimistische Prognose steht im Einklang mit der wachsenden institutionellen Akzeptanz von Bitcoin. ETF-Zuflüsse in Höhe von 50 Milliarden Dollar könnten zudem die traditionellen Vier-Jahres-Zyklen durchbrechen und langfristige Preistrends verstärken. Die aktuelle Marktentwicklung zeigt, dass Bitcoin zunehmend als strategische Reserve und Anlageklasse wahrgenommen wird – jenseits spekulativer Handelsaktivitäten.
Die langfristige Perspektive von VanEck geht sogar noch weiter: In einem Szenario für das Jahr 2050 wird ein Bitcoin-Preis von bis zu 2,9 Millionen Dollar modelliert, falls Bitcoin eine bedeutende Rolle als Tauschmittel und Reserveasset einnimmt. Diese Prognose berücksichtigt Faktoren wie Handelsabwicklung, Reservehaltung und die Skalierung der Bitcoin-Infrastruktur.
Kritische Stimmen und Herausforderungen
Trotz der optimistischen Aussichten bleibt die Frage, ob die institutionelle Nachfrage ausreicht, um das Angebot an Bitcoins zu absorbieren, die im Zuge von Marktaufschwüngen verkauft werden könnten. Die aktuelle Kursentwicklung hängt somit weniger von kurzfristigen Handelsimpulsen ab, sondern vielmehr von der langfristigen Akzeptanz als globales Wertaufbewahrungsmittel.
Die Prognosen von VanEck und anderen Analysten unterstreichen die wachsende Bedeutung von Bitcoin als makroökonomisches Asset. Ob sich die optimistischen Szenarien erfüllen, wird jedoch von der weiteren Entwicklung der institutionellen Nachfrage, regulatorischen Rahmenbedingungen und der globalen Akzeptanz abhängen.