Das Unternehmen Yarbo, bekannt für seinen Roboter-Rasenmäher, der sogar Menschen überfahren kann, ändert seine Strategie: Die absichtliche Hintertür für den Fernzugriff wird vollständig entfernt. Kunden sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie diese umstrittene Funktion überhaupt installieren möchten. Dies geht aus einer Erklärung des Mitgründers Kenneth Kohlmann gegenüber The Verge hervor.

Bereits am Freitag hatte Yarbo angekündigt, zahlreiche Sicherheitslücken zu schließen. Diese ermöglichten es dem Sicherheitsforscher Andreas Makris, die Roboter-Rasenmäher aus der Ferne zu übernehmen – selbst über Kontinente hinweg. Zudem wurden dabei E-Mail-Adressen und GPS-Standorte ungeschützt preisgegeben.

Die Entscheidung, die Hintertür zu entfernen, folgt auf massive Kritik an Yarbo. Die Funktion erlaubte zwar eine einfache Wartung, stellte aber ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Hacker hätten die Roboter nicht nur manipulieren, sondern auch sensible Nutzerdaten abgreifen können. Jetzt setzt das Unternehmen auf Transparenz und gibt Nutzern die Kontrolle über ihre Geräte zurück.

Yarbo betont, dass die Sicherheitsupdates bereits in Arbeit sind und zeitnah für alle Kunden verfügbar sein werden. Die Frage bleibt jedoch, ob die Entfernung der Hintertür ausreicht, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.

Quelle: The Verge