Ein Video der Verhaftung von Zach Witkoff, Mitgründer des mit Donald Trump verbundenen Unternehmens World Liberty Financial, ist kürzlich aufgetaucht. Die Aufnahmen zeigen die Festnahme aus dem Jahr 2022, bei der Polizisten eine Tüte Kokain bei Witkoff fanden.

Die Bodycam-Aufnahmen wurden von The Newsground veröffentlicht, einem unabhängigen Medium, das laut eigenen Angaben im März 2026 von Scott Stedman gegründet wurde.

Während der Verhaftung betonte Witkoff wiederholt, er sei mit Marc Roberts befreundet, dem Betreiber des Clubs E11even, wo die Festnahme stattfand. Der Sicherheitsmitarbeiter forderte ihn daraufhin auf, damit aufzuhören, „Namen zu nennen“.

Hintergrund: Witkoffs Verbindungen und Rolle bei World Liberty Financial

Zach Witkoff ist der Sohn von Steve Witkoff, einem Sondergesandten Trumps für den Nahen Osten und ebenfalls Mitgründer von World Liberty Financial. Trotz der Verhaftung wurde Witkoff nicht strafrechtlich verfolgt.

Neben seiner Tätigkeit bei World Liberty Financial plant Witkoff zudem die Leitung der World Liberty Trust Company, eines auf Stablecoins spezialisierten Treuhandunternehmens, das eine nationale Banklizenz beantragt hat.

Auf eine Anfrage von Protos zur Verhaftung Witkoffs reagierte World Liberty Financial nicht.

Konflikt mit Justin Sun eskaliert

Seit Monaten gibt es Spannungen zwischen World Liberty Financial und Justin Sun, dem Gründer von Tron. Der Streit eskalierte, nachdem World Liberty Financial einen Großteil von Suns WLFI-Tokens gesperrt hatte.

Sun verklagte World Liberty Financial und wirft dem Unternehmen vor, seine Tokens „widerrechtlich eingefroren“ zu haben. Zudem behauptet er, dass ihm das Stimmrecht in Governance-Fragen entzogen und die Zerstörung seiner Tokens durch Verbrennung angedroht wurde.

„Dies ist ein verzweifelter Versuch, von Suns eigenem Fehlverhalten abzulenken“, schrieb Witkoff auf X und behauptete, Sun habe sich „Fehlverhalten zuschulden kommen lassen“, das World Liberty Financial zum Handeln gezwungen habe.

World Liberty Financial hatte damals erklärt, eine Adresse gesperrt zu haben, die im Verdacht stand, Gelder anderer Halter veruntreut zu haben. Viele gehen davon aus, dass es sich dabei um Sun handelt, da die von ihm bewegten WLFI-Tokens aus einer Adresse stammten, die mit seiner Börse HTX verbunden ist.

Sun droht zudem mit einer Verleumdungsklage gegen World Liberty Financial, nachdem das Unternehmen Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte.

Hintergründe zum WLFI-Token-Konflikt

  • World Liberty Financial sperrte einen Großteil von Suns WLFI-Tokens, nachdem der Verdacht auf Veruntreuung bestand.
  • Sun verklagte World Liberty Financial und fordert die Freigabe seiner Tokens sowie Schadensersatz.
  • Witkoff wirft Sun Fehlverhalten vor und sieht die Sperrung als rechtmäßige Maßnahme zum Schutz der Nutzer.
  • Suns Börse HTX steht im Zentrum der Vorwürfe, da die gesperrten Tokens aus einer damit verbundenen Adresse stammten.
Quelle: Protos