Eine Koalition aus Interessenverbänden sieht nach der Aktionärsabstimmung von Warner Bros. Discovery (WBD) am Donnerstag erste Risse im Plan der geplanten $110-Milliarden-Fusion mit Paramount. Die Ablehnung der $887-Millionen-Vergütung für CEO David Zaslav unterstreicht nach Ansicht der Gruppe die wachsende Opposition gegen das Vorhaben.

Koalition fordert Blockade der Fusion

In einer gemeinsamen Erklärung, die TheWrap einsehen konnte, heißt es:

„Die Aktionärsabstimmung zeigt erste Risse in ihrer Strategie. Prominente, Branchenexperten und Politiker haben sich klar positioniert: Die Paramount-WBD-Fusion muss gestoppt werden – und das ist möglich.“

Die Kampagne der Future Film Coalition, die sich gegen die Fusion ausspricht, verzeichnete innerhalb weniger Wochen einen rasanten Zuwachs an Unterstützern. Mittlerweile haben sich über 4.200 Personen dem offenen Brief angeschlossen, darunter namhafte Schauspieler wie Robert De Niro, Sofia Coppola, Pedro Pascal, Florence Pugh und Mark Ruffalo.

Forderung an Politiker: Fusion blockieren

Der offene Brief richtet sich direkt an Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten und politische Entscheidungsträger in Washington. Die Unterzeichner warnen vor den antikonkurrenzrechtlichen Folgen der Fusion und den Gefahren für Pressefreiheit und kreative Vielfalt.

Die Koalition betont in ihrer Erklärung:

„Seit dem Start unserer Kampagne hat sich die Unterstützung vervierfacht. Prominente, Juristen und Politiker verstärken unsere Forderung nach einer Blockade. Die heutige Abstimmung zeigt: Diese Fusion ist kein beschlossener Deal.“

Unterstützung aus Politik und Wirtschaft

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören neben der Future Film Coalition auch der Democracy Defenders Fund, das American Economic Liberties Project, die Archival Producers Alliance sowie Initiativen wie Jane Fondas Committee for the First Amendment und die Writers Guilds East und West.

Die Gegner der Fusion argumentieren, dass die geplante Zusammenlegung von Paramount und WBD zu einer marktbeherrschenden Stellung führen und unabhängige Stimmen in der Medienlandschaft weiter schwächen würde.

Quelle: The Wrap