Ein Film, der alle Erwartungen enttäuscht

„Propeller One-Way Night Coach“ von John Travolta ist kein Film – zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Die Verfilmung seines eigenen Kinderbuchs aus dem Jahr 1997 entpuppt sich als steife, emotionslose und zutiefst langweilige Angelegenheit. Was als persönliches Projekt Travoltas beginnt, wirkt wie ein Alien, das zum ersten Mal menschliche Interaktion entdeckt. Das Ergebnis ist kein Film, sondern ein sporadisch irritierendes, aber durchgehend befremdliches Erlebnis.

Keine Geschichte, keine Emotionen, keine Spannung

Travolta versucht verzweifelt, emotionale Tiefe zu vermitteln, scheitert jedoch auf ganzer Linie. Der Film bietet weder echte Konflikte noch entwickelte Charaktere, geschweige denn durchdachte Themen oder Ideen. Was als Szenen durchgehen soll, wirkt wie flüchtige Erinnerungsfetzen, die in einem Fieberwahn zusammengesetzt wurden. Die ständige Erzählung durch Travolta selbst, die klischeehaften Nebenfiguren und eine penetrante Nostalgie machen den Film zu einem einzigen Desaster.

Premiere in Cannes: Ein Desaster von Anfang an

Die Premiere des Films auf dem Cannes Film Festival begann mit einer animierten Sequenz, die wie eine billige PowerPoint-Präsentation wirkte. Der Rest des Films folgt diesem Standard: billige visuelle Effekte, eine aufdringliche Musikuntermalung und eine Handlung, die so leer ist, dass sie kaum Gewicht hat. Die Geschichte des jungen Jeff (Clark Shotwell), der mit seiner Mutter durch die USA reist und zum ersten Mal fliegt, bleibt völlig bedeutungslos. Trotz der vielen Begegnungen an Bord von Flugzeugen, die wie wiederverwendete Sitcom-Setups wirken, passiert nichts von Bedeutung.

Warum dieser Film scheitert

Travolta versucht, dem Publikum seine eigene Nostalgie für die Jet-Set-Ära zu vermitteln, doch es gelingt ihm nicht, Jeff als authentischen Charakter zu etablieren. Stattdessen wirkt der Junge wie ein Platzhalter für Travoltas eigene Erinnerungen. Selbst kurze Rückblenden, die auf eine komplexere Vergangenheit hindeuten, verpuffen ohne Wirkung. Die Figuren wirken wie Marionetten, die von einem Flug zum nächsten geschoben werden. Als Travolta selbst in einem abrupten, surrealen Finale (der Film dauert nur 60 Minuten) auftritt, fragt man sich, wer dieses Projekt eigentlich erreichen sollte.

„Propeller One-Way Night Coach“ ist kein Film – es ist ein trauriges Zeugnis für Travoltas Regieambitionen, das keine Spuren hinterlässt.“

Quelle: The Wrap