Das von Amazon entwickelte Lord of the Rings-MMO wurde laut aktuellen Berichten eingestellt. Dabei handelt es sich nicht um das bereits bestehende The Lord of the Rings Online, sondern um ein neues Projekt. Gleichzeitig arbeitet Amazon jedoch an einem weiteren Tolkien-Spiel in Kooperation mit Embracer Groups Middle-earth Enterprises.
Wie Eurogamer berichtet, kooperiert Amazons Spieleabteilung eng mit Middle-earth Enterprises, um ein „überzeugendes neues Spielerlebnis“ im Universum von J.R.R. Tolkiens Fantasy-Welt zu schaffen.
Jeff Grattis, Leiter der Spieleabteilung bei Amazon, erklärte gegenüber Eurogamer:
„Wir setzen unsere Arbeit an einem überzeugenden neuen Spielerlebnis fort, das der Welt Tolkiens gerecht wird. Gleichzeitig bleiben wir begeistert von der Entwicklung dieses Franchises in Zusammenarbeit mit Middle-earth Enterprises.“
Die Einstellung des MMO-Projekts steht im Zusammenhang mit massiven Entlassungen bei Amazon Games im Oktober des Vorjahres. Damals wurden zahlreiche Mitarbeiter entlassen, darunter auch Entwickler, die zuvor an New World arbeiteten. Diese wurden anschließend auf das Lord of the Rings-MMO umgesetzt – ein Projekt, das offenbar mit hohem Druck und dem Einsatz von KI-Technologien vorangetrieben wurde. Letztlich führte dies jedoch zur endgültigen Einstellung des Projekts.
Die Gerüchte um die Einstellung des MMOs verstärkten sich bereits nach den Entlassungen im Oktober. Damals wurde New World in den Wartungsmodus versetzt, ohne dass neue Inhalte angekündigt wurden. Spekulationen deuteten darauf hin, dass auch das Lord of the Rings-MMO betroffen sein könnte – nun scheint dies bestätigt.
Unklar bleibt, welche Art von Spiel Amazon nun tatsächlich entwickelt. Möglicherweise handelt es sich um ein Einzelspieler-Projekt, da das Unternehmen bereits negative Erfahrungen mit MMOs gesammelt hat. Alternativ könnte es sich um ein völlig anderes Format handeln. Ob und wann ein solches Spiel erscheinen wird, ist derzeit noch ungewiss.
Die Zukunft von Amazons Tolkien-Projekten bleibt somit vorerst offen. Fans müssen sich gedulden, um zu erfahren, ob und in welcher Form das Unternehmen seine Pläne weiterverfolgt.