AMC Global Media steht kurz vor der Unterzeichnung eines neuen Streaming-Deals für die Kultserie ‚The Walking Dead‘. Das Unternehmen deutete dies während einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am Freitagmorgen an.
Bereits im letzten Quartal kehrte die blutige Serienikone zu AMC+ zurück, nachdem der Vertrag mit Netflix ausgelaufen war. Damals betonte AMC, dass Gespräche über ein neues Lizenzabkommen laufen. Diese Verhandlungen haben sich nun konkretisiert.
Kristin Dolan, CEO von AMC Global Media, erklärte gegenüber Analysten:
„Wir prüfen alle Optionen. Es gibt verschiedene Wege, dies zu gestalten. Uns ist wichtig, einen Teil der Inhalte exklusiv für uns zu behalten. Daher setzen wir vor allem auf Ko-Exklusivverträge. Gleichzeitig gibt es große und engagierte Partner im Bieterprozess.“
Dolan deutete zudem an, dass AMC die Lizenzrechte für ‚The Walking Dead‘ aufteilen könnte – etwa nach Regionen oder Plattformen.
„Wir könnten die Rechte aufteilen, entweder an einen Partner gehen oder nach Inland und international differenzieren. Es gibt viele Möglichkeiten.“
Neben den Verhandlungen um ‚The Walking Dead‘ veröffentlichte AMC gemischte Quartalszahlen: Der Umsatz sank um 2 % auf 542,1 Millionen US-Dollar, lag jedoch über den Analystenschätzungen. Die Streaming-Einnahmen stiegen um 11 % auf 174 Millionen US-Dollar, getrieben durch Preiserhöhungen. Die werbefinanzierten AMC+-Abonnements mit Partner-Bundles verzeichneten ein Plus von 200 % gegenüber dem Vorjahr und erreichten 1,8 Millionen Nutzer. Insgesamt sank die Abonnentenzahl jedoch um 1 % auf 10,1 Millionen.
Zusätzlich verbuchte AMC eine Restrukturierungsrückstellung von 4 Millionen US-Dollar, davon 3 Millionen für freiwillige Abfindungen in den USA und 2 Millionen für internationale Maßnahmen, darunter Büro-Schließungen in Lateinamerika.