Stuttgart, 30. März 2026 – Joshua Kimmich, Deutschlands Fußballkapitän, steht im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit – nicht nur wegen seiner Führungsqualitäten, sondern auch wegen seiner ungewöhnlichen Position: Als rechter Außenverteidiger soll er die Nationalmannschaft von Julian Nagelsmann bei der kommenden WM 2026 unterstützen.
Kimmich, der bei Bayern München als taktischer Dirigent gilt, hat sich in den letzten Jahren als einer der intelligentesten und einflussreichsten Mittelfeldspieler Europas etabliert. Mit präziser Ballverteilung, Spielkontrolle und Führung prägt er das Spiel des Rekordmeisters. Doch seine aktuelle Rolle wirft Fragen auf: Kann der 31-Jährige, der seit Jahren auf hohem Niveau agiert, auch als Außenverteidiger überzeugen?
Kimmichs Rolle bei Bayern München
Bei Bayern München ist Kimmich das Herzstück des Spiels. Als Metronom kontrolliert er den Ballbesitz, bricht gegnerische Linien auf und organisiert das Spiel von der Tiefe aus. Seine Fähigkeit, Tempo und Rhythmus zu diktieren, macht ihn zu einem unverzichtbaren Spieler. In der Saison 2025/26 gehört er erneut zu den konstantesten Performern der Bundesliga – sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.
Herausforderung für die Nationalmannschaft
Für die deutsche Nationalmannschaft übernimmt Kimmich eine doppelte Verantwortung: Als Kapitän ist er nicht nur auf dem Platz, sondern auch emotionaler und taktischer Leader. Doch seine Rolle hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Während er früher als Mittelfeldspieler glänzte, wird er nun vermehrt in der Defensive eingesetzt – eine Position, die er nicht regelmäßig spielt.
Deutschland sucht seit Jahren einen zuverlässigen rechten Außenverteidiger, und Kimmich hat diese Lücke geschlossen. Doch die Frage bleibt: Wäre er als Mittelfeldspieler noch wertvoller für das Team? Der 31-Jährige stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft und wird tun, was für den Erfolg am wichtigsten ist.
Die Schatten der Vergangenheit
Kimmichs internationale Karriere ist von Höhen und Tiefen geprägt. Als Gesicht seiner Generation trug er die Enttäuschungen der WM 2018 und 2022 mit – beide Male schied Deutschland bereits in der Vorrunde aus. Trotz individuell starker Leistungen lastet der Druck auf seinen Schultern. Ein weiteres frühes Ausscheiden bei der WM 2026 wäre für ihn eine herbe Niederlage.
Der studierte Fußballstratege Kimmich, der sich intensiv mit der Geschichte des deutschen Fußballs auseinandersetzt, weiß um die Bedeutung dieses Turniers. Seit dem WM-Titel 2014 kämpft die Nationalmannschaft mit Identitätsfragen – ein Thema, das den ehrgeizigen Kimmich besonders beschäftigt.
Die WM 2026 als Prüfstein
Die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko könnte für Kimmichs internationales Erbe entscheidend sein. Seine Führungsqualitäten und seine Kontrolle im Mittelfeld werden entscheidend sein, wenn Deutschland wieder an die Weltspitze zurückkehren will.
Die kommenden Testspiele
Bevor es zur WM geht, stehen für Deutschland drei Vorbereitungsspiele an:
- 13. Juni 2026, 19:00 Uhr (MESZ): Deutschland vs. Curaçao – NRG Stadium, Houston
- 20. Juni 2026, 22:00 Uhr (MESZ): Deutschland vs. Elfenbeinküste – BMO Field, Toronto
- 25. Juni 2026, 22:00 Uhr (MESZ): Deutschland vs. Ecuador – MetLife Stadium, East Rutherford
Diese Spiele bieten Kimmich und seinem Team die Chance, sich auf das große Turnier vorzubereiten und erste Antworten auf die offenen Fragen zu finden.
"Joshua Kimmich ist ein Spieler, der sich immer wieder neu erfindet – ob im Mittelfeld oder in der Defensive. Seine Anpassungsfähigkeit und sein Führungsstil machen ihn zu einem der wichtigsten Spieler im deutschen Fußball."