Die Mac mini- und Mac Studio-Desktops von Apple sind seit Monaten kaum noch erhältlich. Mehrere Konfigurationen werden auf der offiziellen Apple-Website als „derzeit nicht verfügbar“ gelistet – ein Zustand, der normalerweise selten auftritt. Andere Modelle haben Lieferzeiten von mehreren Wochen bis Monaten, falls sie überhaupt bestellt werden können. Besonders betroffen ist das Top-Modell des Mac Studio mit 512 GB RAM, das vollständig aus dem Apple Store entfernt wurde.

Tim Cook: Hohe Nachfrage nach KI-Tools als Hauptgrund

Apple-CEO Tim Cook ging auf die Situation während der Q2-Ergebnispräsentation ein. Dabei erklärte er, dass die aktuelle Knappheit vor allem auf die wachsende Beliebtheit der Geräte für lokale KI- und Agenten-Tools zurückzuführen ist. „Sowohl der Mac mini als auch der Mac Studio sind hervorragende Plattformen für KI und Agenten-Tools, und die Kunden erkennen das schneller als erwartet“, so Cook. „Wir gehen davon aus, dass es noch mehrere Monate dauern wird, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.“

Apple kämpft mit anhaltenden Lieferengpässen

Die Situation spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, mit denen Apple bei der Beschaffung von Komponenten konfrontiert ist. Cook betonte, dass das Unternehmen weiterhin daran arbeitet, die Produktion zu steigern, um die hohe Nachfrage zu decken. Dennoch könnte es noch längere Zeit dauern, bis die Geräte wieder zuverlässig verfügbar sind.

Was bedeutet das für Käufer?

Für potenzielle Käufer bedeutet dies, dass sie entweder mit langen Wartezeiten rechnen oder auf alternative Modelle ausweichen müssen. Besonders Entwickler und Unternehmen, die auf lokale KI-Lösungen setzen, könnten von der Knappheit betroffen sein. Apple hat bisher keine konkreten Maßnahmen angekündigt, um die Situation kurzfristig zu verbessern.