Roboter-Halbmarathon in Peking: Deutliche Fortschritte im zweiten Jahr
Nach einem chaotischen Debüt im Vorjahr fand in Peking der zweite Roboter-Halbmarathon statt – mit deutlich besseren Ergebnissen. Die Veranstaltung, bei der humanoide Roboter chinesischer Hersteller über 13 Meilen gegeneinander antraten, verlief dieses Mal deutlich reibungsloser.
Mehr als 100 Roboter nahmen am Wettbewerb teil. Sieger wurde das Modell Lightning des Smartphone-Herstellers Honor. Der Roboter in roter Kleidung absolvierte die Strecke in 50 Minuten und 26 Sekunden – mehrere Minuten schneller als der aktuelle menschliche Rekord des ugandischen Läufers Jacob Kiplimo.
Autonome Navigation als entscheidender Faktor
Alle Podestplätze gingen an Honor, wie die staatliche Nachrichtenagentur CCTV berichtete. Im Gegensatz zum Vorjahr steuerten die Roboter die Strecke diesmal vollständig autonom. Ein großer Fortschritt: 2023 hatte der schnellste Roboter, Tiangong Ultra, noch zwei Stunden und 40 Minuten benötigt. Viele Teilnehmer waren damals von menschlichen Begleitläufern unterstützt worden, und einige Roboter stürzten bereits beim Start.
Mischung aus Autonomie und Fernsteuerung
Laut BBC fuhren in diesem Jahr etwa 40 Prozent der Roboter autonom, während der Rest ferngesteuert wurde. Trotz der Fortschritte kam es vereinzelt zu Stürzen – auch bei den Siegermodellen von Honor.
"Die Entwicklung in nur einem Jahr ist beeindruckend. Die Roboter sind deutlich stabiler und schneller geworden."
Experte für Robotik, anonym
Zukunft der Roboter-Wettkämpfe
Der Roboter-Halbmarathon zeigt, wie schnell sich die Technologie in diesem Bereich entwickelt. Während die autonomen Systeme noch nicht perfekt sind, sind die Fortschritte gegenüber dem Debütjahr enorm. Die Veranstaltung unterstreicht Chinas Ambitionen, eine führende Rolle in der Robotik zu übernehmen.