Die Cincinnati Bengals verzichteten im NFL-Draft auf einen Erstrunden-Pick, weil sie Dexter Lawrence von den New York Giants erwarben. Dadurch verpassten sie die Chance, junge Talente wie den Safety Caleb Downs oder den Edge Rusher Rueben Bain zu verpflichten – Spieler, die langfristig das Rückgrat einer Defense bilden könnten.

Doch Duke Tobin, Director of Player Personnel, rechtfertigte die Entscheidung bei einer Pressekonferenz am Montag. Die gehandelten Talente seien zwar „wertvolle Spieler“, doch die Bengals wollten nicht ausschließlich auf Rookies setzen, die sofort starten müssen. Stattdessen sei Lawrence als fertiger All-Pro die bessere Wahl gewesen.

„Einer der Vorteile, einen Zehnten gegen einen All-Pro zu traden, ist: Man weiß genau, was man bekommt“, erklärte Tobin auf der Website der Bengals. „Man erhält einen sofortigen Impact. Das war ein entscheidender Faktor für uns. Wir brauchen jetzt direkte Verstärkung, statt auf zukünftige Entwicklung zu setzen.“

Bereits vor dem Lawrence-Trade hatten die Bengals mit Boye Mafe, Jonathan Allen und Bryan Cook erfahrene Verstärkungen in der Free Agency verpflichtet. Diese Strategie passt zum Ziel des Teams, in den kommenden Jahren – während der Prime-Zeit von Quarterback Joe Burrow – um den Titel mitzuspielen. Sollte die Defense 2026 erneut schwächeln, könnte Burrows Geduld jedoch schnell erschöpft sein.