Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie hat sich damit abgefunden, dass Elon Musk ihn in seiner anstehenden Vorwahl nicht unterstützen wird – trotz eines Versprechens des Milliardärs aus dem vergangenen Jahr.
Musk, der in diesem Wahlzyklus bereits Millionen an republikanische Super-PACs und Kandidaten gespendet hat, bleibt Massie gegenüber bisher untätig. Dieser steht in der Primary am 19. Mai seinem Herausforderer Ed Gallrein gegenüber, einem ehemaligen Navy-SEAL, der von Ex-Präsident Donald Trump protegiert wird.
„Ich glaube, [Musk] hat gemerkt, dass es einfacher ist, Raketen rückwärts zu landen oder selbstfahrende Autos zu bauen, als dieses System zu reparieren“, erklärte Massie letzte Woche im Gespräch mit Axios im Kapitol. Er erwarte keine Unterstützung mehr von Musk.
Massie ist der erste republikanische Amtsinhaber, den Trumps politische Organisation in diesem Zyklus gezielt angreift. Die Intensität dieser Kampagne macht die Primary zu einem Test für Trumps Einfluss innerhalb der Partei.
Umfragen zeigen knappen Vorsprung für Massie
Laut einer aktuellen Umfrage von Quantus Insights (April) liegt Massie mit 46,8 % vor Gallrein (37,7 %), während 14 % der Wähler noch unentschlossen sind. Dieser Vorsprung ist deutlich geringer als in früheren Wahlkämpfen des Abgeordneten, der bisher stets mühelos wiedergewählt wurde.
Politische Spenden unter Trump-Druck
Massie äußerte sich kritisch zur Zurückhaltung potenzieller Spender: „Unternehmer haben es schwer, sich politisch zu engagieren, wenn sie nicht uneingeschränkt hinter Trump stehen – sonst riskieren sie ihre Geschäfte.“ Ob dies auch auf Musk zutrifft, ließ Massie offen. Er betonte jedoch, keine persönliche Abneigung gegen den Tech-Milliardär zu hegen.
Massie nannte keine Namen weiterer Spender, die sich aus Angst vor Konsequenzen zurückhielten. „Ich habe keine Feindseligkeiten oder harte Gefühle gegenüber ihm“, so Massie.
Musk spendet an pro-Trump-Kandidaten
Laut früheren Berichten von Axios spendete Musk Ende 2025 Millionen an Super-PACs, die die Republikaner im Repräsentantenhaus und Senat unterstützen. Zudem übergab er einen Scheck über 10 Millionen Dollar an Nate Morris, einen pro-Trump-Kandidaten, der Mitch McConnell im Senat beerben soll.
„Die Dynamik in dieser Primary zeigt, wie stark Trumps Einfluss in der GOP geworden ist – selbst etablierte Republikaner wie Massie sind nicht mehr sicher.“