Präsident Donald Trump lenkt in Presseinterviews regelmäßig das Gespräch auf seine Pläne für einen Ballroom im Weißen Haus – und Chris Hayes hat eine Theorie dazu. Der Moderator des MSNBC-Programms "All In with Chris Hayes" äußerte sich am Dienstagabend in der Sendung "Late Night with Seth Meyers" zu Trumps ungewöhnlichem Verhalten.
Hayes vermutet, dass der Ballroom für Trump zu einem psychologischen Schutzrefugium geworden ist. Der Präsident vermeide es demnach bewusst, über drängende politische Themen zu sprechen, und konzentriere sich stattdessen auf die Planung des Raums. "Man kann ihn nicht länger als drei oder vier Minuten vom Ballroom abhalten", erklärte Hayes. "Er kommt immer wieder darauf zurück. Es ist das Einzige, was ihn gerade beschäftigt."
Der Moderator ergänzte, dass der Ballroom für Trump auch ein physischer Schutzraum sein könnte – angesichts seiner häufigen Äußerungen, der Raum solle auch als Bunker dienen. "Bau den Ballroom oben drauf, einen Bunker darunter, wo ich sicher bin und vor euch allen geschützt", zitierte Hayes ironisch Trumps mögliche Gedanken. "Was genau planst du da eigentlich, Kumpel?"
Seth Meyers bot eine alternative Erklärung an: Trump kehre zu seinen Wurzeln als Bauunternehmer zurück. Hayes stimmte zu und betonte, der Ex-Präsident suche derzeit nach einer neuen Identität. "Er kommt zu sich selbst zurück. Er ist jemand, der sich gerade intensiv mit seinem Vermächtnis beschäftigt."
Das vollständige Gespräch zwischen Hayes und Meyers ist im Video oben zu sehen.