Die Washington Post verliert ihre Seele
Unter der Führung von Jeff Bezos hat die Washington Post eine radikale Kehrtwende vollzogen. Aus einer der renommiertesten Zeitungen der USA wurde ein langweiliges konservatives Newsletter-Projekt. Bezos‘ Prioritäten zeigen sich besonders in der Ausdünnung der Redaktion und der Umstrukturierung des Meinungsressorts.
Das neue Ziel des Ressorts: die Verteidigung von „persönlichen Freiheiten und freien Märkten“ – ein Konzept, das kaum noch mit investigativem Journalismus zu tun hat. Stattdessen produziert das Blatt nun einige der schlechtesten Texte des Landes: langweilig, oberflächlich und austauschbar. Seit dieser Wende gibt es auch einen Podcast, der gezielt parasoziale Beziehungen zu den Hörern aufbauen soll.
„Make It Make Sense“ – ein Podcast ohne Botschaft
Der Podcast „Make It Make Sense“ wirkt wie ein verzweifelter Versuch, ein neues Format zu etablieren. Die Grundidee scheint zu sein: Was passiert, wenn man drei langweilige Menschen in einen Raum setzt und sie über Dinge reden lässt, die niemanden interessieren?
Die ersten Folgen bestätigen diesen Eindruck. Auf dem offiziellen Bluesky-Account des Podcasts (der gerade einmal 27 Follower hat) finden sich Ausschnitte, die belegen, wie wenig Substanz die Sendung bietet. Ein Beispiel: In einer Folge aus dem Jahr 2026 diskutieren die Moderatoren mit scheinbarer Empörung über Schulschließungen während der COVID-19-Pandemie – ein Thema, das längst ausdiskutiert ist.
Ein Format, das niemanden erreicht
Die Washington Post setzt mit diesem Podcast auf ein Format, das längst überholt ist. Statt relevanter Inhalte oder tiefgründiger Analysen gibt es nur noch belanglose Diskussionen. Die geringe Reichweite des Podcasts unterstreicht das Scheitern dieses Experiments.
„Die Washington Post hat sich selbst zu einer Plattform für langweilige konservative Meinungen degradiert – und verliert dabei ihre Leserschaft.“
Fazit: Ein trauriges Kapitel des Journalismus
Die Umwandlung der Washington Post in ein konservatives Newsletter-Projekt ist ein trauriges Beispiel dafür, wie ein einstiges Flaggschiff des Journalismus seine Identität verliert. Mit Podcasts wie „Make It Make Sense“ versucht die Zeitung verzweifelt, neue Zielgruppen zu erreichen – doch das Ergebnis ist nur noch mehr Langeweile.