Zum ersten Mal in seiner Geschichte überträgt ESPN in diesem Jahr den Super Bowl. Doch die meisten Zuschauer werden das Spiel nicht auf ESPN, sondern auf ABC verfolgen – einem weiteren Sender im Portfolio von Disney. Trotz der medialen Aufmerksamkeit, die mit Disneys Rückkehr in die Super-Bowl-Übertragungsrotation einhergeht, wird die Einschaltquote nicht allein durch den Sender beeinflusst. Entscheidend sind die Teams und die Spannung des Spiels.

Disney passt Werbepreise an – ursprüngliche Forderungen zu hoch

Laut einem Bericht von Variety (via Brian Steinberg) scheint Disney seine ursprünglichen Preisforderungen für Werbespots im Super Bowl zu lockern. Zuvor hatte der Konzern für einen 30-Sekunden-Spot 10 Millionen US-Dollar verlangt – inklusive einer zusätzlichen „Match“-Gebühr von weiteren 10 Millionen Dollar für andere Werbeplätze. Mittlerweile wurden jedoch bereits über zehn 30-Sekunden-Spots für rund 9 Millionen Dollar pro Slot verkauft. Zudem prüft Disney Gegenangebote zur „Match“-Gebühr.

Die endgültigen Preise werden sich am Markt orientieren: Entscheidend ist, was Werbetreibende zu zahlen bereit sind und welche Summen Disney akzeptiert. Die Einschaltquoten hängen jedoch nicht vom Sender ab, sondern davon, ob die Teams spannend sind und ob das Spiel eng und kompetitiv verläuft – im Gegensatz zu früheren Super-Bowl-Finals, die wie das 27:24 der Patriots gegen die Seahawks 2015 eher einseitig wirkten.

Wer profitiert von der Übertragung?

Während ESPN erstmals den Super Bowl überträgt, bleibt ABC der Hauptsender für die Zuschauer. Die Reichweite von ABC und anderen Disney-eigenen Plattformen soll die Werbeeinnahmen sichern. Doch der Erfolg der Übertragung hängt letztlich von der Qualität des Spiels ab – nicht vom Sender.

„Die Einschaltquoten werden nicht steigen, nur weil Disney den Super Bowl überträgt. Entscheidend sind die Teams und die Spannung des Spiels.“