Nach drei Jahren als Head Coach an der University of Colorado hat Deion Sanders 2025 erneut eine enttäuschende Saison abgeschlossen. Sein Team blieb 2026 ohne NFL-Draftpicks – ein klares Zeichen für die anhaltenden Probleme in der Rekrutierung und Spielerentwicklung.

Die letzte Draft-Klasse mit Colorado-Spielern war 2025: Vier Athleten wurden ausgewählt, darunter Travis Hunter (2. Pick, Jacksonville Jaguars) und Shedeur Sanders (144. Pick, Cleveland Browns). Doch bereits 2024 blieb Colorado komplett leer ausgegangen. Diese Entwicklung wirft Fragen auf: Wie nachhaltig ist Sanders’ Strategie, die sich stark auf Transfer-Portal-Spieler und kurzfristige Lösungen stützt?

Im März 2025 unterzeichnete Sanders einen Fünfjahresvertrag über 54 Millionen US-Dollar bei Colorado. Doch die sportliche Bilanz bleibt ernüchternd: In der Saison 2025 erreichte das Team nur drei Siege bei neun Niederlagen – in der Big 12 Conference sogar nur einen Sieg bei acht Spielen. Die mangelnde Draft-Präsenz spiegelt die sportlichen Defizite wider.

Rekrutierung im Fokus: Warum Colorado keine Talente mehr bindet

Experten sehen die Ursachen in mehreren Bereichen:

  • Verpasste Highschool-Talente: Colorado konnte in den letzten Jahren kaum Top-Nachwuchsspieler aus der Highschool für sich gewinnen.
  • Transfer-Portal als Notlösung: Statt langfristige Projekte zu verfolgen, setzt Sanders auf kurzfristige Transfers – doch diese bringen oft nicht die erhoffte Stabilität.
  • Fehlende Entwicklung: Viele Spieler scheinen unter Sanders nicht ihr volles Potenzial zu entfalten, was sich in schwachen Draft-Ergebnissen niederschlägt.

Für Sanders wird es nun kritisch: Um die sportliche Talfahrt zu stoppen, muss er nicht nur mehr Spiele gewinnen, sondern auch überzeugende Rekrutierungsarbeit leisten. Nur so kann er wieder Top-Talente anlocken und langfristig erfolgreich sein.

„Die Draft-Losigkeit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger struktureller Probleme. Colorado braucht eine klare Vision – und die muss über kurzfristige Transfers hinausgehen.“
— College-Football-Experte

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Sanders die Weichen neu stellt oder ob die Kritik an seiner Führung weiter zunimmt. Eines ist sicher: Ohne sichtbare Fortschritte droht Colorado der sportliche Absturz.