Mercedes-Entwicklungsfahrerin Doriane Pin hat einen weiteren wichtigen Schritt auf ihrem Weg in die Formel 1 gemacht: Sie absolvierte ein Testtraining mit dem Mercedes-W12 auf dem historischen Silverstone-Kurs.
Die 2025er F1-Academy-Meisterin drehte 76 Runden in dem Fahrzeug, mit dem Mercedes 2021 die Konstrukteursmeisterschaft gewann. Es war ihr erster Einsatz in einem Formel-1-Boliden, bei dem sie rund 200 Kilometer zurücklegte.
Erste Reaktionen nach dem historischen Tag
„Heute einen Formel-1-Wagen zu fahren, war unglaublich. Ich bin extrem dankbar für diese Chance und das großartige Team, das mich umgibt. Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich in vollen Zügen genossen habe – und gleichzeitig mein Bestes gegeben habe. Auch wenn ich als Frau nicht definiert werden möchte, war es schön zu zeigen, was möglich ist. Ein sehr emotionaler Tag, den ich zudem mit meiner Familie teilen konnte.“
– Doriane Pin
Pin betonte, dass der W12 sich deutlich von allen anderen Fahrzeugen unterscheide, die sie bisher pilotiert habe: „Alles ist anders, größer und leistungsstärker. Ich bin froh, dass ich nach und nach Vertrauen aufbauen und zeigen konnte, was in mir steckt.“
Teamchef Shovlin lobt Professionalität
„Es war großartig, Doriane heute einen Testtag im W12 absolvieren zu sehen. Das markiert einen weiteren Meilenstein in einer vielversprechenden Karriere und macht sie zudem zur ersten Frau, die jemals einen Mercedes F1-Wagen gefahren ist. Ihre Vorbereitung und Professionalität haben das gesamte Team beeindruckt. Sie kann wirklich stolz auf ihre Leistung sein. Egal aus welcher Rennserie man kommt – der Einstieg in einen Formel-1-Wagen ist immer ein riesiger Schritt. Doch sie wirkte von der ersten Runde an wie zu Hause und genoss es, das Auto an der Grenze zu bewegen.“
– Andrew Shovlin, Mercedes-Rennleiter
Mit diesem Test wurde Pin zur ersten Französin, die in der modernen Formel 1 fuhr.
Zukunftspläne: Le Mans und European Le Mans Series
Neben ihrer Arbeit für Mercedes wird Pin 2026 für das Duqueine Team in der European Le Mans Series (LMP2 Pro/AM-Klasse) antreten. Damit erhält sie die Möglichkeit, beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilzunehmen – ein Event, bei dem sie bereits 2023 debütierte.