Der französische Red Bull-Fahrer Isack Hadjar wurde am Sonntagmorgen vom Qualifying zum Formel-1-Grand-Prix in Miami disqualifiziert. Grund war ein Verstoß gegen die technischen Regularien der Saison 2026.
Nach der Qualifikation am Samstag hatte Hadjar zunächst den achten Platz belegt – 0,825 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Max Verstappen, der auf Platz zwei startete. Doch die Freude über diese Leistung währte nur kurz: Bei der obligatorischen Nachkontrolle der Fahrzeuge durch die Rennkommissare wurde festgestellt, dass der Boden des RB22 an beiden Seiten etwa zwei Millimeter über das zulässige Maß hinausragte.
Hadjar und ein Vertreter von Red Bull wurden zu einer Anhörung vor die Rennkommissare geladen. Dort räumte das Team den Verstoß ein. Die Rennleitung verhängte daraufhin die Standardstrafe für technische Verstöße: die Disqualifikation aus der Qualifikation. Allerdings wurde Hadjar die Teilnahme am Rennen selbst gestattet, sodass er von der 22. und letzten Position starten darf.
Hadjar äußerte sich nach dem Qualifying enttäuscht über die Performance des RB22. Besonders kritisierte er die mangelnde Geradlinigkeit und die schwierigen Fahrbedingungen in Miami:
„Das Auto war sehr schwer zu fahren, aber auch sehr schnell. In Q3 konnte ich es einfach nicht zusammenbringen. Auf der Geraden fehlt uns die Geschwindigkeit. Der Kurs ist extrem anspruchsvoll – wenig Grip bei hohen Temperaturen. Das hat nichts mit den ersten drei Rennen zu tun. Es ist kein flüssiger Kurs mit gutem Grip. Max ist hier einfach besser.“
Hadjar betonte zwar Fortschritte in den Kurven, räumte aber ein, dass ihm die Abstimmung auf die schwierigen Bedingungen schwerfiel. Nun muss er im voraussichtlich nassen Rennen in Miami mehrere Positionen gutmachen, um eine bessere Ausgangslage für die kommenden Rennen zu schaffen.