MIAMI, Florida – Der Ferrari-Pilot Charles Leclerc hatte beim Formel-1-Miami-Grand-Prix einen alles andere als einfachen Tag. Doch die Probleme endeten nicht mit dem Zielüberflug. Leclerc kämpfte bis zur letzten Runde um eine Podestplatzierung, doch ein Dreher in Kurve 3 auf der finalen Runde warf ihn zurück.
Trotz des Kontakts mit der Wand gelang es Leclerc, seinen Ferrari ins Ziel zu bringen – zunächst auf Platz 6. Doch die Rennkommissare prüften seinen Rennverlauf genau: Neben einem Zwischenfall mit George Russell auf der letzten Runde stand vor allem im Fokus, ob Leclerc durch das Verlassen der Strecke einen Vorteil erlangt hatte.
Nach einer Anhörung wurde Leclerc eine Durchfahrtsstrafe auferlegt, die nach dem Rennen in eine Zeitstrafe von 20 Sekunden umgewandelt wurde. Dadurch fiel er von Platz 6 auf Rang 8 zurück.
Begründung der Rennkommissare
In ihrer Entscheidung (Dokument 97) führten die Kommissare an, dass sie Leclercs Aussagen, Videoaufnahmen, Telemetriedaten und Funkmitschnitte ausgewertet hätten. Demnach:
- Leclercs Ferrari drehte sich in Kurve 3 auf der letzten Runde und touchierte die Wand, blieb aber fahrbereit.
- Der Monegasse meldete über Funk technische Probleme, insbesondere Schwierigkeiten bei Rechtskurven.
- Um die Strecke trotz des Defekts zu bewältigen, musste Leclerc mehrere Male die Chicane abkürzen – was als Vorteilsnahme gewertet wurde.
- Die Rennleitung stellte fest, dass die mechanischen Probleme keine ausreichende Entschuldigung für das Verlassen der Strecke darstellten.
- Eine zusätzliche Strafe wegen Weiterfahrens mit erkennbaren technischen Problemen wurde nicht verhängt, da keine eindeutigen Beweise für einen schweren Defekt vorlagen.
Ein Video der finalen Runde zeigt Leclercs Dreher und die anschließende chaotische Fahrt ins Ziel:
„Ein letzter Abschnitt, den Charles Leclerc so schnell nicht vergessen wird!“ – Formula 1