Der chinesische Technologiekonzern Dreame, bisher vor allem für seine hochwertigen Roboterstaubsauger bekannt, überrascht mit einem unerwarteten Schritt: Das Unternehmen entwickelt nun eigene Smartphones. Auf der hauseigenen Next-Veranstaltung in Kalifornien präsentierte Dreame zwei neue Modelle – allerdings ohne konkrete Markteinführungspläne.
Bereits im März wurden die Geräte erstmals in China vorgestellt, doch eine weltweite Verfügbarkeit steht weiterhin aus. Bisher hält sich das Unternehmen mit technischen Details zurück. Welche Märkte genau bedient werden sollen, bleibt ebenfalls offen.
Zwei Smartphones, wenig Informationen
Von den beiden vorgestellten Modellen sticht das Aurora Nex LS1 besonders hervor – allerdings weniger wegen seiner Spezifikationen als vielmehr wegen seines ungewöhnlichen Designs. Das Gerät verfügt über einen modularen Aufbau mit einem magnetischen Anschluss an der Rückseite, wo normalerweise die Kamera sitzt. Diese innovative, aber auch fragwürdige Lösung wirft Fragen zur Praxistauglichkeit auf.
Das zweite Modell, das Aurora Lux, scheint dagegen konventioneller gestaltet zu sein. Hier präsentierte Dreame gleich 29 verschiedene Designvarianten, darunter Modelle mit Gold-, Silber- und sogar durchsichtigen Gehäusen. Ob diese Varianten tatsächlich produziert werden, ist jedoch noch ungewiss.
Zweifel an der Smartphone-Strategie
Experten und Branchenbeobachter zeigen sich skeptisch gegenüber Dreames Vorhaben. Der Markt für Smartphones ist hart umkämpft, und etablierte Hersteller wie Apple, Samsung oder Xiaomi dominieren die Branche. Ob ein Hersteller von Haushaltsgeräten wie Dreame hier Fuß fassen kann, bleibt fraglich. Zudem fehlen bisher aussagekräftige technische Daten oder ein klarer Zeitplan für die Markteinführung.
Dreame selbst betont jedoch seine Ambitionen, sich als vielseitiger Technologieanbieter zu positionieren. Neben Staubsaugrobotern und Smartphones könnten in Zukunft weitere Produkte folgen. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.