Klimawandel: Temperaturen in den USA steigen seit 50 Jahren

Seit dem ersten Earth Day 1970 hat sich das Klima in den USA deutlich verändert. Damals lag die durchschnittliche CO₂-Konzentration in der Atmosphäre bei 326 ppm. Im Jahr 2025 war dieser Wert um 31 % auf 427 ppm gestiegen – ein scheinbar kleiner Anstieg mit großen Auswirkungen.

Eine neue Analyse des Klimaforschungsnetzwerks Climate Central zeigt: Seit 1970 haben sich die Temperaturen in allen 50 US-Bundesstaaten und 99 % der großen Städte erhöht. Im Schnitt stieg die Temperatur in den Städten um 1,6 °C (2,9 °F).

„Es klingt nach wenig, aber es verändert unseren Alltag grundlegend.“

Shel Winkley, Meteorologe bei Climate Central

Die wärmsten Bundesstaaten und Städte

Die stärksten Temperaturanstiege verzeichnen die folgenden Regionen:

  • Bundesstaaten: Alaska (+2,4 °C), New Jersey (+2,1 °C), New Mexico (+2,1 °C), Delaware, Massachusetts und Vermont (+2,0 °C)
  • Städte: Reno (Nevada, +4,4 °C), Las Vegas (+3,3 °C), El Paso (Texas, +3,3 °C)

Besonders betroffen ist der Südwesten der USA, wo Städte im Schnitt um 1,9 °C wärmer wurden. In einigen Fällen stieg die Temperatur in den Städten sogar schneller als im gesamten Bundesstaat.

Klimaziele in Gefahr

Im Jahr 2025 lag die Durchschnittstemperatur in den USA 1,4 °C über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Das Pariser Klimaabkommen strebt eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C über vorindustriellem Niveau an – doch viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Wert bereits überschritten wurde.

Die Daten von Climate Central zeigen: In 240 von 242 untersuchten Städten sind die Temperaturen auf lokaler, staatlicher und nationaler Ebene gestiegen. Die Studie unterstreicht jedoch auch Fortschritte bei erneuerbaren Energien wie Solar- und Windkraft.

Folgen für den Alltag

Die steigenden Temperaturen haben konkrete Auswirkungen: Hitzewellen werden häufiger und intensiver, was zu gesundheitlichen Risiken und höheren Energiekosten führt. Gleichzeitig verschärfen sich Dürren und Waldbrandgefahr in besonders betroffenen Regionen.

Die vollständige Studie von Climate Central bietet detaillierte Daten zu den Entwicklungen in einzelnen Städten und kann hier eingesehen werden.