Washington – Der Vorsitzende der US-Kommunikationsbehörde FCC, Brendan Carr, hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach das Weiße Haus Einfluss auf die vorgezogene Prüfung von acht ABC-Broadcast-Lizenzen genommen habe. Wie Carr am Donnerstag in einer Pressekonferenz erklärte, gehe die Untersuchung ausschließlich auf die Diversitäts- und Inklusionsprogramme (DEI) des Senders zurück.
Präsident Donald Trump hatte zuvor öffentlich die Entlassung des Moderators Jimmy Kimmel gefordert, nachdem dieser bei einer Comedy-Einlage vor dem Weißen Haus am Wochenende einen Witz über den Präsidenten gemacht hatte. Carr betonte jedoch, dass Trump das Recht habe, solche Forderungen zu stellen.
„Er hat jedes Recht, die Entscheidungen zu treffen, die er getroffen hat, und die öffentlichen Appelle zu äußern, die er geäußert hat – genauso wie die First Lady“, so Carr. „Und es gibt viele Menschen, die dieser Meinung sind.“
Die FCC prüft nun, ob ABC die gesetzlichen Vorgaben zu Diversität und Inklusion in vollem Umfang erfüllt. Eine Entscheidung über die Lizenzen steht noch aus.