Die Federal Communications Commission (FCC) hat die von Disney betriebenen ABC-Sender aufgefordert, ihre Broadcast-Lizenzen vorzeitig zu verlängern. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, steht diese Anordnung im Zusammenhang mit einer laufenden Untersuchung zu den Richtlinien des Medienkonzerns in den Bereichen Diversity, Equity und Inklusion (DEI).
Der Schritt der FCC folgt nur einen Tag nach einer öffentlichen Forderung von Ex-Präsident Donald Trump, den Moderator Jimmy Kimmel zu entlassen. Kimmel hatte bei einer Comedy-Einlage auf dem Weißen Haus-Korrespondenten-Dinner die damalige First Lady Melania Trump als „erwartungsvolle Witwe“ bezeichnet – kurz vor dem angeblichen Attentat auf Trump.
Normalerweise wären die Lizenzen der ABC-Sender erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig gewesen. Die vorzeitige Aufforderung zur Verlängerung könnte auf regulatorischen Druck oder politische Einflussnahme hindeuten. Die genauen Hintergründe und möglichen Konsequenzen sind noch unklar.
Disney hat sich bisher nicht öffentlich zu der Anordnung der FCC geäußert. Die Behörde prüft derzeit, ob die bestehenden Lizenzbedingungen eingehalten wurden. Sollten Verstöße festgestellt werden, könnten weitere Maßnahmen folgen.