Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat einen wichtigen Etappensieg in seinem Verleumdungsprozess gegen den US-Nachrichtensender Fox News und Moderator Jesse Watters erzielt. Ein Gericht in Delaware entschied, dass seine Klage über 787 Millionen US-Dollar weiterverfolgt werden kann.

„Ich freue mich auf die Beweisfindung“, schrieb Newsom am Donnerstag auf der Plattform X (ehemals Twitter) und kommentierte damit das Urteil.

Richter Sean P. Lugg stellte fest, dass es „vernünftigerweise denkbar“ sei, dass Fox News wissentlich falsche Behauptungen über Newsom verbreitete. Konkret geht es um die Anschuldigung, der Gouverneur habe während der Proteste in Los Angeles gegenüber Donald Trump eine Lüge über ein Telefonat behauptet.

Fox News hatte im August 2024 versucht, die Klage abweisen zu lassen, und diese als „politisches Manöver“ bezeichnet. Das Gericht wies diesen Antrag zurück und ermöglichte damit die Fortführung des Verfahrens bis hin zu einer möglichen Verhandlung.

Newsom reichte seine Klage im Juni 2025 ein, nachdem Jesse Watters in seiner Sendung behauptet hatte, der Gouverneur habe ein Telefonat mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump erfunden. „Wenn Fox News bereit ist, die Amerikaner im Namen Donald Trumps zu belügen, sollte es dafür Konsequenzen tragen – so wie im Fall Dominion“, erklärte Newsom damals in einer Stellungnahme gegenüber TheWrap. „Die Bürger müssen sich auf die Informationen einer großen Nachrichtenplattform verlassen können. Solange Fox News nicht bereit ist, die Wahrheit zu sagen, werde ich gegen ihre Propaganda kämpfen.“

Fox News bezeichnete die Klage damals ebenfalls als „politisches Manöver“ und argumentierte, sie sei am falschen Gerichtsort Delaware eingereicht worden. Der zuständige Richter wies diesen Einwand zurück und bestätigte damit den Fortgang des Verfahrens.

Quelle: The Wrap