Ein New Yorker Gericht hat den zweiten Vergewaltigungsprozess gegen den umstrittenen Filmproduzenten Harvey Weinstein erneut für gescheitert erklärt. Die Geschworenen blieben nach dreitägiger Beratung uneinig, wie das Gericht mitteilte.

Weinstein war in diesem Verfahren wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung dritten Grades an der angehenden Schauspielerin Jessica Mann angeklagt. Bereits im Juni 2025 war der Prozess in diesem Fall aufgrund einer blockierten Jury gescheitert.

Richter Curtis Farber gab der Staatsanwaltschaft nun 30 Tage Zeit, um zu entscheiden, ob der Fall ein viertes Mal verhandelt wird. Weinstein bleibt weiterhin inhaftiert, unter anderem aufgrund früherer Verurteilungen in ähnlichen Fällen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde Weinstein in einem anderen Fall wegen sexueller Nötigung ersten Grades verurteilt. Dabei ging es um die erzwungene Vornahme sexueller Handlungen an Miriam Haley, einer ehemaligen Produktionsassistentin der Show „Project Runway“, im Jahr 2006. In einem weiteren Anklagepunkt, der Vergewaltigung der ehemaligen Model Kaja Sokola im selben Jahr, wurde Weinstein freigesprochen.

Hinzu kommt eine 16-jährige Haftstrafe in Kalifornien, die Weinstein nach seiner Verurteilung im Dezember 2022 erhalten hatte. Diese Verurteilung wird jedoch derzeit ebenfalls angefochten, nachdem seine ursprüngliche Verurteilung in New York 2022 aufgehoben wurde.

Quelle: The Wrap