Der renommierte US-amerikanische Filmverleih Neon, der bereits mit Werken wie „Parasite“ und „Anora“ Oscar-Gewinne feierte, hat die US-Rechte an Jeff Nichols’ neuem Horrorfilm „King Snake“ erworben. Der Film wird von Nichols selbst sowie seinen Partnern Brian Kavanaugh-Jones und Sarah Green produziert.
Die Finanzierung des Projekts übernahm FilmNation Entertainment, das auch die Executive-Producer Stacey Snider und Glen Basner stellt. Die Hauptrollen des Films übernehmen Margaret Qualley und Michael Shannon – letzterer ist ein langjähriger Weggefährte von Nichols. Ergänzt wird das Ensemble durch Drew Starkey.
Die Dreharbeiten begannen kürzlich in Arkansas. Der Film wird als Southern Gothic-Horror beschrieben und folgt einem jungen Paar (Qualley und Starkey), das ein Farmhaus in Arkansas erbt. Dort müssen sie sich nicht nur mit realen Problemen, sondern auch mit übernatürlichen Kräften auseinandersetzen. Der Film verbindet physische und metaphysische Bedrohungen mit der dunklen Vergangenheit des Anwesens.
Neon präsentiert starke Filmflut vor Cannes
Die Ankündigung von „King Snake“ fällt zeitlich mit dem bevorstehenden Cannes Film Festival zusammen, bei dem Neon mit einer vielseitigen und hochkarätigen Auswahl glänzt. Im Wettbewerb laufen unter anderem:
- „Paper Tiger“ von James Gray
- „The Unknown“ von Arthur Harari
- „Fjord“ von Cristian Mungiu
- „All of a Sudden“ von Ryusuke Hamaguchi
- „Sheep in the Box“ von Hirokazu Koreeda
- „Hope“ von Na Hong-Jin
Im Rahmen der Directors’ Fortnight werden zudem „Clarissa“ von Arie Esiri und Chuko Esiri – eine moderne Adaption von Virginia Woolfs „Mrs. Dalloway“ – sowie der Sundance-Hit „Once Upon a Time in Harlem“ von David Greaves gezeigt. Außer Konkurrenz läuft „Her Private Hell“, der neue Film von Nicolas Winding Refn, der damit an seinen Erfolg „The Neon Demon“ anknüpft.
Jeff Nichols: Ein Meister des amerikanischen Kinos
Seit seinem Debüt „Shotgun Stories“ (2007) zählt Jeff Nichols zu den vielversprechendsten Filmemachern der USA. Seine Werke zeichnen sich durch eine Mischung aus Genrevielfalt und tiefgründigen Charakterstudien aus, stets verbunden mit seiner Faszination für die amerikanische Gesellschaft – sowohl ihre Stärken als auch ihre Schattenseiten. Bekannte Beispiele sind:
- „Take Shelter“ – ein apokalyptisches Drama
- „Mud“ – ein epischer Südstaaten-Märchenfilm
- „Midnight Special“ – Science-Fiction als Roadmovie
- „Loving“ – eine wahre Liebesgeschichte
- „The Bikeriders“ – eine Hommage an eine vergangene Ära