General Motors (GM) setzt zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI) und generiert damit fast 90 % des Codes für seine autonomen Fahrsysteme. Dies gab CEO Mary Barra während der Quartalsbilanz bekannt. „90 % des von unserem Autonomie-Team geschriebenen Codes werden von KI generiert“, erklärte Barra. Sie betonte, dass dieser Ansatz die Bedeutung von KI für das gesamte Unternehmen widerspiegle.
Super Cruise der nächsten Generation: Autonome Fahrt ab 2028
Die nächste Generation des Super Cruise-Systems soll ab 2028 im Cadillac Escalade IQ verfügbar sein. Es ermöglicht erstmals ein „Hände- und Augenfreies Fahren“ auf der Autobahn. Im Gegensatz zum aktuellen System wird die neue Version mit Lidar, Radar und Kameras ausgestattet sein. Zudem warnt sie nicht nur die Insassen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer durch türkisfarbene Lichter, die den autonomen Modus anzeigen.
Verbraucher bleiben skeptisch – GM setzt trotzdem auf KI
Trotz anhaltender Skepsis der Verbraucher gegenüber autonomer Fahrtechnologie setzt GM weiterhin auf KI. Barra äußerte sich optimistisch:
„Die Art und Weise, wie wir diese Technologie entwickeln, zeigt, wie ernst wir KI im gesamten Unternehmen nehmen.“
Neue Elektro-Pickups: Silverado und Sierra als Hoffnungsträger
Neben der KI-Strategie zeigte sich Barra begeistert von den kommenden elektrischen Chevrolet Silverado und GMC Sierra, die Ende des Jahres erscheinen sollen. Die traditionellen Modelle hatten mit enttäuschenden Verkäufen ihrer elektrischen Pendants zu kämpfen, weshalb die neuen Versionen dringend benötigt werden.
Geopolitische Herausforderungen: GM passt Produktion an
GM sieht sich zudem durch den Konflikt im Iran beeinträchtigt. Die Unsicherheiten im internationalen Geschäft führen zu einer „leichten Abschwächung“ in den Auslandsmärkten. Um Lieferengpässe in den USA zu vermeiden, wurden rund 7.500 große SUVs, die ursprünglich für den Nahen Osten bestimmt waren, stattdessen im Heimatmarkt angeboten. Barra erklärte:
„Die logistischen Herausforderungen und die anhaltenden Konflikte machen eine Umverteilung notwendig, um unsere Lagerbestände in den USA zu stabilisieren.“
Sollte sich die Lage im Iran weiter zuspitzen, könnten jedoch langfristig größere Probleme für die globale Lieferkette entstehen.