Fünf Paramount-Abonnenten haben das Unternehmen verklagt, um die geplante Übernahme von Warner Bros. durch Paramount Skydance zu stoppen. Die Klage wurde am Donnerstag vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht und beruht auf wettbewerbsrechtlichen Argumenten.
Die Kläger werfen Paramount vor, dass die Fusion mit Warner Bros. zu höheren Preisen, weniger Filmen und schlechteren Konditionen für Verbraucher führen würde. Konkret heißt es in der Klageschrift:
„Wenn die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount abgeschlossen wird, hätte das fusionierte Unternehmen mehr Möglichkeiten und Anreize, die Anzahl der Kinofilme zu reduzieren und das Angebot zu verengen. Dies würde den Wettbewerb spürbar verringern und Kinobesuchern weniger Auswahl an Filmen, weniger Vielfalt in Genres und Budgets sowie weniger Alternativen in lokalen Kinos bieten.“
Die Klage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Paramount Skydance plant, die Fusion bis Ende September abzuschließen. Sollte dies nicht gelingen, müssen die Aktionäre von Warner Bros. Discovery eine „ticking fee“ von 25 Cent pro Aktie für jedes Quartal bis zum Abschluss zahlen. Falls die Fusion aufgrund regulatorischer Hürden scheitert, müsste Paramount eine Abbruchgebühr von 7 Milliarden US-Dollar an Warner Bros. zahlen.
Auch der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat sich bereits zu Wort gemeldet. Er prüft die Fusion und könnte sich an möglichen Klagen anderer Bundesstaaten beteiligen. In einer Stellungnahme im Februar betonte Bonta:
„Paramount/Warner Bros. ist kein beschlossener Deal. Diese beiden Hollywood-Giganten haben die regulatorische Prüfung noch nicht bestanden – das Justizministerium Kaliforniens untersucht die Fusion bereits, und wir werden unsere Prüfung mit Nachdruck fortsetzen.“
Die rechtlichen Auseinandersetzungen könnten die geplante Fusion weiter verzögern oder sogar verhindern.