Jane Fonda-Komitee fordert Rechenschaft für WBD-Paramount-Fusion
Das Committee for the First Amendment unter der Leitung von Jane Fonda hat die Entscheidung der Warner Bros. Discovery (WBD)-Aktionäre scharf kritisiert. Diese stimmten am Donnerstag für die geplante Fusion mit Paramount. Die Aktivisten sehen darin einen schweren Rückschlag für die Medienvielfalt und die demokratischen Werte.
„Die heutige Entscheidung der WBD-Aktionäre, eine Fusion mit Paramount voranzutreiben, ist ein schwerwiegender Rückschlag – für unsere Branche, für die Beschäftigten, die sie tragen, für die Verbraucher und für die grundlegenden demokratischen Werte, die auf einer vielfältigen und unabhängigen Medienlandschaft beruhen.“
Die Gruppe betont jedoch, dass die Fusion noch nicht besiegelt ist: „Dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei.“
Erfolge durch öffentlichen Druck
Das Komitee verweist auf frühere Erfolge im Kampf gegen Medienkonzentration. Beispiele wie die geplante Fusion von Tegna und Nexstar Media Group oder die kritische Prüfung von Live Nation Entertainment und Ticketmaster zeigten, dass koordinierter Widerstand – sei es durch rechtliche Schritte, politische Initiativen oder öffentlichen Druck – entscheidend sein kann. Besonders die Einbindung von Generalstaatsanwälten habe in der Vergangenheit zu Veränderungen geführt.
„Wir werden den Druck auf allen Ebenen aufrechterhalten“, so die Erklärung. „Eine Handvoll mächtiger Entscheidungsträger darf nicht unkontrolliert die amerikanische Medienlandschaft, Kultur und kreatives Schaffen umgestalten.“
Forderung nach Transparenz und Vielfalt
Das Komitee fordert mehr Verantwortung für die Beschäftigten und Künstler der Branche sowie für die Öffentlichkeit. „Die Bürger verdienen mehr als einen immer kleiner werdenden Kreis an Kontrolleuren über das, was sie sehen, hören und lesen“, heißt es in der Stellungnahme. „Wir werden weiterhin für die Rechte der Arbeiter und Künstler eintreten und für eine Medienlandschaft kämpfen, die Vielfalt und Unabhängigkeit garantiert.“
Die Aktivisten kündigten an, den Widerstand fortzusetzen: „Dieser Kampf geht weiter. Und wir werden ihn gewinnen.“
Hintergrund: Die geplante WBD-Paramount-Fusion
Die Fusion zwischen Warner Bros. Discovery und Paramount würde einen der größten Medienkonzerne der Welt schaffen. Kritiker befürchten eine weitere Konzentration der Macht in den Händen weniger Konzerne, was zu weniger Vielfalt und höheren Preisen für Verbraucher führen könnte. Die Entscheidung der Aktionäre ist ein erster Schritt, doch rechtliche und politische Hürden bleiben.
Was kommt als Nächstes?
Das Komitee kündigte an, weitere Schritte zu prüfen. Dazu könnten gehören:
- Rechtliche Schritte gegen die Fusion
- Politische Lobbyarbeit auf Bundes- und Landesebene
- Öffentliche Kampagnen zur Sensibilisierung der Verbraucher
- Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Künstlerverbänden
Die Debatte um Medienkonzentration und deren Auswirkungen auf Demokratie und Kultur bleibt damit ein zentrales Thema.