US-Vizepräsident JD Vance hat nach der Enthüllung neuer KI-Hacking-Fähigkeiten ein ad-hoc Krisentreffen mit führenden Tech-CEOs einberufen. An der Telefonkonferenz im April nahmen unter anderem Elon Musk (Tesla/X), Sam Altman (OpenAI), Sundar Pichai (Google), Satya Nadella (Microsoft) und Dario Amodei (Anthropic) teil.
Auslöser war das KI-Modell Mythos von Anthropic, das autonom Sicherheitslücken in hochsicheren Systemen wie OpenBSD und dem Linux-Kernel identifizieren und ausnutzen kann. Das Modell wurde bisher nicht öffentlich freigegeben, da es als zu gefährlich eingestuft wird.
Vance, der zuvor für eine Deregulierung von KI-Technologien eintrat, zeigte sich nach einem Briefing im Weißen Haus besorgt über die neuen Bedrohungen. Medienberichten zufolge prüft die US-Regierung nun eine Rückkehr zu strengeren KI-Regulierungen, möglicherweise durch eine neue Exekutivverordnung.
Parallel dazu traf sich Finanzminister Scott Bessent mit den CEOs der größten US-Banken, darunter Ted Pick (Morgan Stanley), Brian Moynihan (Bank of America), Jane Fraser (Citigroup), Charlie Scharf (Wells Fargo) und David Solomon (Goldman Sachs), um über KI-bezogene Cyberrisiken zu sprechen.
Die Trump-Administration hat Anthropic aufgefordert, den Zugang zu Mythos vorübergehend einzuschränken. Derzeit nutzen rund 40 Unternehmen – darunter Apple, Microsoft, Google, JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America – das Modell. Bloomberg berichtete kürzlich, dass Unbefugte über einen Drittanbieter Zugriff auf Mythos erhalten hatten.
Die jüngsten Vorfälle unterstreichen die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit fortschrittlicher KI-Systeme und der Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Politik und Technologiebranche.