Der ehemalige Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, hat die Demokratische Partei in einem aktuellen Interview scharf kritisiert. Er sieht eine tiefe Krise und spricht von einem drohenden "Bürgerkrieg" innerhalb der Partei.
Cuomo äußerte sich während eines Auftritts in Bill O’Reillys Podcast "We’ll Do It Live!" am Donnerstag. Dort analysierte er die aktuelle Situation der Demokraten nach der Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.
„Was mit den Demokraten passiert ist, ist, dass sie gegen Donald Trump verloren haben – und dann sich selbst verloren haben“, erklärte Cuomo und bezog sich dabei auf seine eigene Niederlage bei der Bürgermeisterwahl in New York City im vergangenen Herbst gegen Zohran Mamdani.
Er fügte hinzu: „Das ist eine Partei im Wandel. Eine Partei mit einem brodelnden Bürgerkrieg.“
Cuomo betonte, die Demokraten stünden vor der Herausforderung, ihre Identität neu zu definieren. Besonders problematisch sei die wachsende Einflussnahme der extremen Linken, die er als „viel weiter links, lauter und aggressiver“ als in der Vergangenheit beschrieb. Diese Entwicklung habe gemäßigte Demokraten in die Defensive gedrängt.
Laut Cuomo verfüge die radikale Linke über „viel Geld“, was es ihr ermögliche, moderate Parteimitglieder einzuschüchtern. Als Beispiel nannte er die Politik von Zohran Mamdani, Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders, die seiner Meinung nach besonders junge Wähler:innen anspreche.
„Die jungen Leute fallen darauf herein“, sagte Cuomo. „‚Du wirst meine Miete einfrieren? Super. Kostenlose Busse? Super. Kostenlose Supermärkte? Super. Die Reichen besteuern? Ja, scheiß auf die Reichen.‘ Das klingt gut. Und diese jungen Leute wählen in großer Zahl – und sind sehr organisiert.“
Cuomos Niederlage bei der Bürgermeisterwahl 2023 folgte auf seinen Rücktritt als Gouverneur im Jahr 2021, nachdem ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen worden war. Er bestritt die Vorwürfe. Bei der Wahl unterlag er Mamdani, der bereits vor 21:30 Uhr ET über 50 Prozent der Stimmen erhalten hatte.
In seiner concession speech warnte Cuomo jedoch: „Fast die Hälfte der New Yorker hat sich nicht für eine Regierungsagenda entschieden, die Versprechen macht, die wir wissen, dass sie nicht eingehalten werden können.“