Die Los Angeles Rams erhalten nach ihrem Saisonauftakt in Australien einen zusätzlichen Ruhetag, während die San Francisco 49ers ohne diese Vergünstigung bleiben. Die Entscheidung der NFL könnte eine Reaktion auf die öffentliche Kritik von 49ers-Coach Kyle Shanahan sein.
Shanahan hatte bereits im März bei den jährlichen NFL-Treffen seine Unzufriedenheit darüber geäußert, dass sein Team die längere Reise nach Australien auf sich nehmen musste, um gegen die Rams zu spielen. Seiner Darstellung nach hatten die Rams diese spezielle Reiseanfrage gestellt. Shanahan hoffte damals auf eine kleine Geste der Rücksichtnahme bei der Rückkehr in die USA – etwa einen Montagsspieltermin für sein Team in der zweiten Woche.
Doch stattdessen entschied die Liga zugunsten der Rams: Sie erhalten den zusätzlichen Tag zur Erholung und Anpassung nach ihrem Australien-Spiel. Ihr nächster Einsatz findet am Montag, den 21. September, gegen die New York Giants statt. Nur einem der beiden Teams aus Australien wurde dieser Vorteil eingeräumt.
Die Frage liegt nahe, ob Shanahans öffentliche Kritik eine Rolle bei dieser Entscheidung gespielt hat. Die NFL ist bekannt dafür, öffentliche Beschwerden nicht zu vergessen – und reagiert mitunter empfindlich auf solche Äußerungen. Shanahan selbst hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob er einen Zusammenhang zwischen seiner Kritik und der Entscheidung der Liga sieht.
Eines ist jedoch klar: Der 49ers-Coach scheut sich nicht, seine Meinung offen zu äußern. Sollte die Liga tatsächlich aus seiner Kritik heraus gehandelt haben, wäre das ein bemerkenswerter Fall von Konsequenz – und eine Lehre für alle Teams, die in Zukunft ähnliche Bedenken äußern.