Versant, ein führender Medien- und Unterhaltungsdienstleister, hat im ersten Quartal 2024 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn sank um 22,1 % auf 286 Millionen US-Dollar, während der Gesamtumsatz um 1,1 % auf 1,7 Milliarden US-Dollar zurückging. Die Ergebnisse lagen unter den Erwartungen der Wall Street, die mit einem Gewinn von 2,16 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 1,62 Milliarden US-Dollar gerechnet hatte.

Rückgang bei linearer Distribution und Werbung

Der Rückgang des Gewinns war vor allem auf sinkende Einnahmen aus der linearen Distribution und Werbung zurückzuführen. Die linearen Distributionserlöse brachen um 7,3 % auf 1,01 Milliarden US-Dollar ein, hauptsächlich aufgrund von Abonnentenverlusten, die nur teilweise durch vertragliche Preiserhöhungen ausgeglichen wurden. Die Werbeeinnahmen gingen um 5,2 % auf 368 Millionen US-Dollar zurück, was auf sinkende Einschaltquoten bei den eigenen Sendern zurückzuführen ist.

Plattformumsätze als Wachstumstreiber

Positiv entwickelte sich dagegen der Bereich Plattformumsätze, der um 9,5 % auf 682 Millionen US-Dollar stieg. Getrieben wurde dieses Wachstum durch höhere Einnahmen aus Kinokartenverkäufen über Fandango, Video-on-Demand-Transaktionen sowie durch gestiegene Buchungs-, Zahlungs- und Abonnementerlöse bei GolfNow. Zu diesem Segment gehören neben Fandango und GolfNow auch Rotten Tomatoes, GolfPass, SportsEngine und die abonnementbasierten Angebote von CNBC.

Ein weiterer Lichtblick war der Bereich Content-Lizenzierung und sonstige Einnahmen, der um 113,5 % auf 121 Millionen US-Dollar zulegte. Dieser Anstieg ist auf ein großes Lizenzabkommen für die Serie „Keeping Up with the Kardashians“ und andere Titel zurückzuführen, die im Quartal erfasst wurden.

Höhere Kosten belasten das Ergebnis

Neben den sinkenden Umsätzen belasteten Versant höhere Kosten als eigenständiges Unternehmen nach der Trennung von Comcast. Dazu zählten höhere öffentliche Unternehmensausgaben und Zinsaufwendungen, die nur teilweise durch niedrigere Steuern aufgrund eines geringeren Vorsteuerergebnisses ausgeglichen wurden.

Strategische Maßnahmen: Verkauf und Übernahme

Versant trieb im Quartal zudem seine strategische Neuausrichtung voran. Das Unternehmen verkaufte die Plattform SportsEngine an PlayMetrics – der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Gleichzeitig übernahm Versant die KI-gestützte Finanzplattform StockStory, um die datengetriebenen Analysen von CNBC für Investoren zu stärken.

Die Aktie von Versant reagierte mit einem Kursplus von 11 % auf die Quartalszahlen. Die strategischen Schritte sollen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken und neue Wachstumschancen erschließen.

Quelle: The Wrap