Senator Jon Ossoff hat Donald Trump erneut scharf kritisiert und ihn als „lebenslangen Rassisten“ bezeichnet. In einem aktuellen Interview mit dem Morning Kombat-Podcast des Journalisten Luke Thomas bezog sich Ossoff auf das jüngste Urteil des Supreme Courts zu Wahlrechten und dessen mögliche langfristige Folgen.
Ossoff sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Urteil und Trumps Weigerung, seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu akzeptieren. Besonders kritisiert er, dass Trump die Rolle schwarzer Wähler in Georgia bei seiner Niederlage nicht anerkennen wolle. Der Senator kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass die umstrittenen Supreme-Court-Richter Samuel Alito und Clarence Thomas zurücktreten – um so zu verhindern, dass Trump weitere konservative Richter ernennen kann.
Neben der Justizpolitik thematisierte Ossoff auch die US-Außenpolitik: Er äußerte Bedenken hinsichtlich der Unterstützung für Israel und kritisierte die geopolitischen Folgen des Irak-Kriegs. Zudem ging er auf die internationalen Geschäfte der Trump-Familie ein, die er als „dreiste Korruption“ bezeichnete.
Luke Thomas ergänzte die Diskussion um die Verbindungen zwischen der MMA-Szene und der Trump-Welt. Er verwies auf die Rolle der UFC bei der Rehabilitation Trumps nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Zudem thematisierte er die „Sportswashing“-Strategie hinter den bevorstehenden Kämpfen im Weißen Haus.
Ossoff und Thomas sprachen auch über die Senatswahlen in Maine. Der Senator betonte, dass die politische Landschaft in den USA weiterhin von Trumps Einfluss geprägt sei – und dass es darum gehe, dessen „dauerhaftes Erbe“ zu brechen.