Die Trump-Regierung versucht gezielt, US-Bürger mit einer irreführenden Grafik über fallende Preise zu täuschen. Doch die offiziellen Zahlen des Arbeitsministeriums belegen das Gegenteil: Die Inflation steigt weiter, während die Löhne kaum mithalten können.

Am Freitag veröffentlichte das US-Arbeitsministerium auf der Plattform X eine Grafik, die suggeriert, dass die Preise vieler Güter im Jahresvergleich sinken. Die Überschrift lautete: „THE TRUMP EFFECT!“

Der unabhängige Ökonom Justin Wolfers überprüfte die Daten und deckte auf, dass die ausgewählten Produkte gezielt ausgewählt wurden, um den Eindruck sinkender Preise zu erwecken. In einem Newsletter schrieb er:

„Man kann in jeder Sprache lügen – auch in Grafiken. Doch weil Grafiken mit der Autorität der Mathematik daherkommen, wirkt der Betrug oft noch tiefer. Manchmal sind die Lügen atemberaubend.“

Die Liste der Produkte, deren Preise tatsächlich gestiegen sind, ist lang und umfasst lebensnotwendige Güter sowie Dienstleistungen:

  • Heizöl: +54,3 %
  • Benzin: +28,4 %
  • Kaffee: +18,5 %
  • Rindfleisch: +17,8 %
  • Flugtickets: +20,7 %
  • Computer-Software: +13,9 %
  • Lieferdienste: +13,6 %
  • Öffentlicher Nahverkehr: +13,7 %
  • Frisches Gemüse: +11,5 %
  • Hot Dogs: +10,7 %

Wolfers identifizierte zudem 238 weitere Produkte und Dienstleistungen mit zweistelligen Preisanstiegen. Die vom Arbeitsministerium hervorgehobenen Beispiele sind besonders irreführend: Der Eierpreis war bereits im September um über 70 % gefallen – ein Effekt der Vogelgrippe-Epidemie des Vorjahres. Auch die Gesundheitsversicherung wird nicht günstiger, sondern teurer, da Millionen Amerikaner ihren Medicaid-Schutz verlieren.

Die offizielle Inflationsrate lag im April bei 3,8 %, während die Löhne nur um 3,6 % stiegen. Die Diskrepanz zwischen den propagierten „Erfolgen“ der Regierung und der Realität ist offensichtlich. Wie das Bureau of Labor Statistics mitteilte, spüren die Bürger die steigenden Kosten täglich – unabhängig von politischen Manipulationen.