Washington, D.C. – Fast zwei Monate nach ihrer Entlassung als Heimatschutzministerin bewohnt Kristi Noem weiterhin eine exklusive Wasserfrontwohnung auf einer Militärbasis in der Hauptstadt. Dies geht aus Recherchen des Wall Street Journal hervor.
Noem zog in die Wohnung ein, die normalerweise dem Kommandanten der US-Küstenwache vorbehalten ist. Dies geschah, nachdem die Vorgängerin, Linda Fagan, ihres Amtes enthoben wurde. Die Nutzung von Militärwohnungen durch Zivilisten oder Kabinettsmitglieder ist unüblich. Während einige Mitglieder von Trumps zweitem Kabinett aus Sicherheitsgründen in Militärwohnungen lebten, trifft dies auf Noem nicht mehr zu – sie ist seit ihrer Entlassung keine Kabinettsmitglied mehr.
Am 23. März wurde Markwayne Mullin als neuer Heimatschutzminister bestätigt. Noem war bereits vor dieser Bestätigung entlassen worden.
Admiral Kevin Lunday, der aktuelle Kommandant der Küstenwache, plant laut Insidern, bald in die von Noem genutzte Wohnung einzuziehen. Bisher gibt es keine offiziellen Stellungnahmen von Noem oder dem Heimatschutzministerium (DHS) zu der Situation.
Interessant ist auch die Anwesenheit von Corey Lewandowski, Noems ehemaligem Mitarbeiter und mutmaßlichem Affärenpartner, der in den letzten Wochen mehrfach in der Wohnung gesichtet wurde. Beide Seiten halten sich zu den Vorwürfen bedeckt.