Der Schauspieler Mark Ruffalo hat sich in die wachsende Kritik an Scott Jennings eingeschaltet, nachdem dieser bei CNN live einen Journalisten mit einer Fluchattacke konfrontierte. Ruffalo kommentierte das Geschehen auf der Plattform X und zog Parallelen zu Donald Trumps Verhalten.

Jennings, ein konservativer politischer Analyst, geriet während einer Diskussion in der Sendung CNN NewsNight With Abby Phillips mit dem 23-jährigen Podcaster Adam Mockler in eine hitzige Debatte. Mockler konfrontierte Jennings mit der Frage nach politischen Zugeständnissen des Irans an die USA in den ersten 60 Tagen des Krieges. Jennings reagierte darauf mit einer wüsten Beschimpfung, bevor er die Kontrolle über die Situation verlor.

Ruffalo kommentierte das Verhalten von Jennings mit beißender Ironie:

„Scott wird sehr schnell wütend, wenn ihm ein kluger Mann gegenübersteht, der jünger ist als er selbst. Es ist lächerlich, wie selbstgefällig und überlegen er sich verhält, wenn man ihm sachliche Argumente vorbringt. Oder wenn er versucht, deine Männlichkeit zu beleidigen – wie ein Mann, der sich selbst unsicher fühlt. Aber wie alle MAGA-Anhänger verlangen sie Zustimmung, ohne sie zu verdienen, und greifen zu Gewalt, wenn sie in der Debatte unterliegen. Gute Arbeit, dass du sachlich und ruhig geblieben bist.“

Weiter führte Ruffalo aus:

„Wenn Trump zusammenbricht, tun es auch seine Mitläufer. Eines Tages wird er so tun, als hätte er von Anfang an dagegen gewesen sein. Wie all die neokonservativen Hardliner vor dem Irak-Krieg. Und wie alle, die die Gewalt gegen das palästinensische Volk unterstützt haben. Oder die Epstein-Clique. Sie folgen nur der Macht und haben kein echtes moralisches Zentrum.“

Mockler selbst dokumentierte die Reaktion von Jennings auf X und kommentierte:

„Er wirft einen persönlichen Angriff, aber sobald er unter Druck gerät, bricht er zusammen. Scott liebt es, andere anzugreifen, aber selbst Kritik kann er nicht ertragen.“

In dem TV-Ausschnitt war zu sehen, wie Jennings zunächst Mockler mit einer abfälligen Bemerkung provozierte, weil dieser angeblich „überdreht“ sei, weil er zu spät ins Bett gekommen war. Mockler ließ sich jedoch nicht provozieren und konfrontierte Jennings mit dessen früheren Aussagen zum Iran-Konflikt.

„Vor vier bis sechs Wochen hast du in dieser Sendung gesagt, wir stünden kurz vor dem Ende des Krieges. Jetzt machst du herablassende Bemerkungen, weil du nicht zugeben kannst, dass der Krieg nicht nach deinen Vorstellungen verläuft.“

Genau an diesem Punkt verlor Jennings die Fassung und brüllte Mockler an:

„Zuerst einmal: Nimm deine verdammte Hand aus meinem Gesicht!“

Moderatorin Abby Phillips musste die Situation schnell beruhigen. Mockler wertete das Verhalten von Jennings als typisch für Trump-Unterstützer, die sachliche Kritik nicht ertragen können und schnell aggressiv werden.

Quelle: The Wrap