Meta steht vor einer Sammelklage von fünf großen Buchverlagen und einem Autor. Die Kläger werfen dem Tech-Konzern vor, beim Training seiner KI-Modelle Llama massiv gegen Urheberrechte verstoßen zu haben. Die Verlage Macmillan, McGraw-Hill, Elsevier, Hachette und Cengage sowie der Autor Scott Turow werfen Meta vor, ihre Bücher und Fachartikel ohne Genehmigung kopiert und für das Training genutzt zu haben.
In der Klageschrift heißt es, Meta habe wiederholt urheberrechtlich geschützte Werke verwendet. Dabei sollen auch Inhalte von „notorischen Piratenseiten“ wie LibGen, Anna’s Archive, Sci-Hub und Sci-Mag in die Trainingsdaten eingeflossen sein. Die Kläger sehen darin einen der „größten Urheberrechtsbrüche der Geschichte“.
Die Vorwürfe richten sich insbesondere gegen die Methode, mit der Meta seine Sprachmodelle trainiert. Laut Anklage habe das Unternehmen systematisch Inhalte aus Büchern und wissenschaftlichen Artikeln extrahiert, ohne die Rechteinhaber zu entschädigen oder um Erlaubnis zu fragen. Die Kläger fordern nun Schadensersatz sowie ein Verbot der weiteren Nutzung ihrer Werke.
Die Klage unterstreicht die wachsenden rechtlichen und ethischen Bedenken im Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Sie folgt auf ähnliche Klagen gegen andere Tech-Unternehmen, die ihre KI-Systeme mit fremden Inhalten trainiert haben.