Ein düsteres Survival-Abenteuer aus der Ukraine

Das ukrainische Entwicklerstudio 4A Games hat mit Metro 2039 ein neues Kapitel der erfolgreichen Postapokalypse-Serie angekündigt. Der Titel soll im Winter 2024 erscheinen und verspricht eine noch düsterere und intensivere Atmosphäre als seine Vorgänger.

Ein Spiel, geprägt von Krieg und Widerstand

Die Entwicklung von Metro 2039 wurde maßgeblich durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beeinflusst. Das Studio beschreibt die Entstehung als einen Akt des Widerstands:

"Viele Entwickler arbeiten aus verschiedenen Orten, bewältigen täglich unerwartete Herausforderungen. Durch Stromausfälle, Generatoren und Unterbrechungen durch Raketen- und Drohnenangriffe wurde die Entwicklung fortgesetzt – angetrieben von Resilienz, gegenseitiger Unterstützung und einem Engagement für die Arbeit."

Die Geschichte des Spiels konzentriert sich auf Wahlmöglichkeiten, Handlungen, Konsequenzen und die Kosten für eine sichere Zukunft. Obwohl die Handlung aus einer ukrainischen Perspektive erzählt wird, bleibt Metro 2039 eine authentische Metro-Geschichte.

Die Welt von Metro 2039: Eine zerrissene Gesellschaft

Die Handlung spielt etwa 25 Jahre nach einem nuklearen Holocaust, der das Leben auf der Erde fast ausgelöscht hat. Die Überlebenden leben in den Ruinen des Moskauer U-Bahn-Systems. Diesmal wurden die verschiedenen unterirdischen Fraktionen von einer Gruppe namens "Novoreich" vereint, angeführt vom Spartaner Hunter.

Hunter verspricht den Überlebenden "Erlösung und ein neues Leben" an der Oberfläche. Doch die Realität unter der Erde ist alles andere als rosig: Propaganda, autoritäre Herrschaft und Gewalt prägen das Regime. Die Gesellschaft, die als vereint gilt, ist in Wahrheit ein Chaos.

Ein neuer Protagonist: The Stranger

Der erste Trailer von Metro 2039 stellt den neuen Spielercharakter The Stranger vor – den ersten sprechenden Protagonisten der Serie. Im Trailer ist er jedoch nur durch Schreie zu hören. Die begrenzten Einblicke in das Spiel zeigen eine Welt, die von Zerstörung und Hoffnung gleichermaßen geprägt ist.

Zusammenarbeit mit dem exilierten Autor Dmitry Glukhovsky

Die Metro-Serie basiert auf den Romanen des russischen Autors Dmitry Glukhovsky, der aufgrund seiner öffentlichen Kritik am russischen Angriffskrieg ins Exil gehen musste. Obwohl Metro 2039 nicht direkt auf einem seiner Werke basiert, arbeitete 4A Games eng mit ihm zusammen. Die Geschichte wurde von gemeinsamen Werten wie Freiheit und Wahrheit geprägt und von den harten Realitäten der heutigen Welt beeinflusst.

Ein Spiel, das unter extremen Bedingungen entstand

Die Entwicklung von Metro 2039 war alles andere als einfach. Das Team musste unter Stromausfällen, Generatorenbetrieb und ständigen Unterbrechungen durch Raketen- und Drohnenangriffe arbeiten. Dennoch blieb die Arbeit an dem Spiel ein Symbol des Widerstands und der Hoffnung.

Mit Metro 2039 beweist 4A Games einmal mehr, dass selbst in den dunkelsten Zeiten kreative Kraft und Widerstandsfähigkeit entstehen können.

Quelle: Engadget