Patriots-Trainer Vrabel spricht nach Medienwirbel
Zwei Wochen nach der Veröffentlichung privater Fotos mit der ehemaligen Athletic-Journalistin Dianna Russini durch den New York Post hat sich Mike Vrabel, Trainer der New England Patriots, erstmals öffentlich dazu geäußert. In einer Stellungnahme vor Medienvertretern am Dienstag entschuldigte er sich für die Verzögerung und betonte die Bedeutung interner Gespräche.
„Vielen Dank für Ihre Geduld in dieser persönlichen und privaten Angelegenheit“, sagte Vrabel laut New England Football Journal. „Für mich und alle Beteiligten war das keine einfache Situation – ich schätze Ihr Verständnis und Ihre Zurückhaltung.“
Teamgespräche vor Medienauftritt
Vrabel erklärte, zunächst mit den Spielern gesprochen zu haben, bevor er sich an die Öffentlichkeit wandte. „Ich hätte früher reagieren können, aber es war mir wichtig, erst mit dem Team zu sprechen – was ich gestern bei Beginn des Offseason-Programms getan habe.“ Die Spieler sollten nicht vor ihm mit den Medien sprechen.
Der Trainer distanzierte sich zudem von der Draft-Woche, die für die Patriots eine Phase der Vorfreude und des Neuanfangs darstellt. „Diese Spieler starten eine großartige Reise – ihre Ankunft sollte gefeiert werden.“
„Schwierige Gespräche“ mit Vertrauten
Vrabel räumte ein, mit Familie, Teammitgliedern und Funktionären „schwierige, aber produktive“ Gespräche geführt zu haben. „Erfolg erfordert gute Entscheidungen – auch von mir. Meine Handlungen dürfen das Team nicht belasten oder ablenken.“ Die Details dieser Gespräche blieben intern.
„Ich liebe dieses Team und freue mich darauf, es zu coachen. Jeden Tag werde ich mit Demut und Fokus arbeiten“, versprach Vrabel. „Meine Familie, das Team, die Fans – sie alle werden die beste Version von mir bekommen.“
Wandel von „harmloser Interaktion“ zu öffentlicher Stellungnahme
Seine erste Reaktion auf die Fotos war noch deutlich kürzer: „Diese Fotos zeigen eine völlig harmlose Situation. Jeder andere Vorwurf ist lächerlich. Das verdient keine weitere Antwort“, hatte Vrabel dem New York Post mitgeteilt. Doch die mediale Aufmerksamkeit zwang ihn zur Kehrtwende – nach 14 Tagen, in denen die Geschichte die NFL dominierte.
Vrabel betonte, die Privatsphäre aller Beteiligten respektieren zu wollen, räumte aber ein, dass die öffentliche Diskussion nun eine Reaktion erfordert habe. „Ich wollte diese Angelegenheit nicht länger ignorieren – deshalb stehe ich heute hier.“