Milliardär Justin Sun verklagt Trumps Krypto-Projekt wegen angeblicher Manipulation

Der chinesische Milliardär Justin Sun, der für Betrugsvorwürfe bekannt ist, hat die Krypto-Firma World Liberty Financial (WLF) verklagt. Sun, der nach Trumps Wahlsieg 45 Millionen Dollar in das Projekt investierte, wirft dem Unternehmen vor, seine Token eingefroren und ihn damit an der Ausübung seiner Stimmrechte gehindert zu haben. Zudem soll WLF gedroht haben, die Token zu vernichten.

Vorwurf der Erpressung und Blockade

In seiner Klage behauptet Sun, die Firma habe versucht, ihn zur Förderung des Stablecoins USD1 auf seiner TRON-Blockchain zu zwingen. Als er sich weigerte, sei WLF gegen ihn vorgegangen. „Ich habe versucht, die Angelegenheit außergerichtlich mit dem World Liberty Project zu klären, doch sie haben meine Bitten ignoriert“, schrieb Sun auf X. „Sie haben mir keine andere Wahl gelassen, als vor Gericht zu ziehen.“

Sun bleibt Trump-Unterstützer – trotz Klage

Trotz des Rechtsstreits betont Sun, ein „überzeugter Unterstützer“ von Präsident Trump und dessen kryptofreundlicher Politik zu sein. Er geht davon aus, dass Trump von den Vorgängen nichts wusste und die Maßnahmen blockiert hätte.

„Ich glaube, dass Präsident Trump nichts von diesen Machenschaften wusste und sie sofort gestoppt hätte, wenn er davon erfahren hätte.“

Hintergrund: Suns umstrittene Vergangenheit

Sun ist nicht unbekannt für Kontroversen. 2023 wurde er beschuldigt, nicht registrierte Wertpapiere beworben und den Markt für ein Kryptotoken durch „Wash Trading“ manipuliert zu haben – also durch Scheinhandel, um Aktivität vorzutäuschen. Zudem soll er Prominente wie Jake Paul, Soulja Boy und Lindsay Lohan für die Bewerbung seines Tokens bezahlt haben, ohne deren Vergütung offenzulegen. Die Anklage wurde fallen gelassen, nachdem Trump die SEC angewiesen hatte, den Fall einzustellen.

WLF schweigt – Sun fordert Aufklärung

Die Krypto-Firma World Liberty Financial hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sun hingegen fordert Transparenz und die Freigabe seiner Token. Die Klage könnte weitere Fragen zur Glaubwürdigkeit des Projekts aufwerfen, das von Trumps Sohn Donald Trump Jr. mitgegründet wurde.

Fazit: Krypto-Szene bleibt turbulent

Der Fall zeigt erneut, wie undurchsichtig die Krypto-Branche sein kann – selbst bei Projekten mit prominenten Unterstützern. Suns Klage unterstreicht die Risiken für Investoren und die Notwendigkeit strengerer Regulierung.