Neuer Flaggen-Streit in Minnesota: Demokraten drohen mit Kürzungen
Ein Gesetzesentwurf in Minnesota sieht vor, dass Städte und Counties, die weiterhin die alte Staatsflagge verwenden, 10 Prozent ihrer staatlichen Fördergelder verlieren. Der Vorstoß stammt von acht demokratischen Abgeordneten, darunter der Abgeordnete Mike Freiberg (D–Golden Valley). Dieser kritisiert, dass einige Kommunen die neue Flagge – eingeführt 2024 – bewusst ignorieren und den Flaggenwechsel als „Kulturkampf“ instrumentalisieren.
Alte Flagge als „langweilig und rassistisch“ bezeichnet
Freiberg bezeichnet die alte Flagge, die einen Bauern und einen Indianer auf einem Pferd zeigte, als „nicht nur langweilig, sondern auch rassistisch“. Mehrere Städte wie Inver Grove Heights, Elk River und Champlin haben sich bereits entschieden, die alte Flagge weiter zu hissen. Damit ignorieren sie die offizielle Symbolik des Bundesstaates.
Republikaner blocken ab: „Gesetz kommt nicht durch“
Die republikanische Parlamentspräsidentin Lisa Demuth (R–Cold Spring) hält den Entwurf für „lächerlich“ und prophezeit, dass er „keine Chance auf Umsetzung“ habe. Sie argumentiert, dass das Gesetz lokale Einrichtungen wie Polizei und Feuerwehr unnötig bestrafen würde, während drängende Probleme der Bürger ignoriert werden. Demuth betont, dass die Debatte um die Flagge von realen Herausforderungen Minnesotas ablenke.
Hintergrund: Warum die neue Flagge?
Minnesota hatte 2024 eine neue Staatsflagge eingeführt, nachdem die alte aufgrund ihrer kolonialen Symbolik und rassistischen Untertöne in die Kritik geraten war. Die neue Flagge zeigt ein modernes Design mit einem blauen Hintergrund und einem stilisierten Sternenfeld, das die 87 Counties des Bundesstaates repräsentiert. Dennoch gibt es weiterhin Widerstand gegen die Änderung.