Die Pläne für eine zentrale Stromtrasse zur Anbindung künftiger Offshore-Windparks in New Jersey sind vorerst gestoppt. Der New Jersey Board of Public Utilities hat am Mittwoch die im Jahr 2021 mit PJM Interconnection geschlossene Vereinbarung gekündigt. Diese sah den Bau von Stromleitungen und einer Umspannstation vor, um den von Offshore-Windanlagen erzeugten Strom im gesamten Bundesstaat zu verteilen.
Der Grund für die Kündigung: Viele der ursprünglich geplanten Offshore-Windprojekte in New Jersey wurden entweder von Entwicklern storniert oder durch die Politik von Ex-Präsident Donald Trump blockiert. Dazu zählt auch das TotalEnergies-Projekt, das im Rahmen einer Einigung mit der Trump-Administration aufgegeben wurde.
In einem Schreiben an PJM begründete die Behörde die Entscheidung:
„New Jersey steht nun vor der Situation, dass es keine identifizierten, großflächigen inländischen Erzeugungsprojekte in aktiver Entwicklung gibt, die die Vereinbarung innerhalb des ursprünglich geplanten Zeitrahmens nutzen könnten.“
Umweltverbände zeigen sich enttäuscht, fordern aber eine schnelle Rückkehr zu den Plänen. Robert Freudenberg von der Regional Plan Association sagte:
„Wir können der Sherrill-Administration keinen Vorwurf für diese Entscheidung machen, doch dies darf nur ein vorübergehender Rückschlag sein.“
Unklar bleibt, ob der Staat dennoch an der Stromtrasse festhält – angesichts des steigenden Strombedarfs. Eine Umsetzung hängt jedoch von der politischen Lage im Weißen Haus ab.
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Ein geplantes Verbot für Solarfarmen in Alabama ist vorerst vom Tisch. Der Senat hatte zwar im März eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die jedoch stark eingeschränkt wurde. Ursprünglich sollte ein generelles Solarverbot gelten, doch nach einer Änderung galt es nur noch für die Countys Mobile und Baldwin – dort, wo ein von Meta unterstütztes Solarprojekt geplant war.
Da Senatoren nach dem 26. Tag der Legislaturperiode eine einstimmige Zustimmung benötigen, um ein Gesetz an das Repräsentantenhaus weiterzuleiten, blockierten einige die Vorlage. Die Medien erklärten das Vorhaben daraufhin für gescheitert.
New Mexico: Datenzentrum-Projekt stockt wegen Genehmigungsproblemen
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Die Pipeline sollte das „Project Jupiter“ versorgen – ein umstrittenes Rechenzentrum, das von OpenAI und Oracle genutzt werden soll. Umweltaktivisten hatten bereits versucht, das Projekt gerichtlich zu stoppen, sind damit jedoch gescheitert.
Tennessee: Klage gegen Datenzentrum-Verbot
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