Extreme Wetterlagen prägen aktuell die USA: In Montana und den Dakotas fegen Winde mit über 60 Meilen pro Stunde durch die Berge, während eine frühe Hitzewelle in Texas und Oklahoma Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius bringt. Selbst in der Arktis zeichnet sich eine beispiellose Waldbrandsaison ab – die höchste seit 3.000 Jahren.

Doch nicht nur die Natur macht Schlagzeilen. Drei aktuelle Entwicklungen dominieren die Debatte:

1. Geheimnisvolles Geoengineering-Startup enthüllt Technologie

Das Startup Stardust Solutions, gegründet von ehemaligen israelischen Regierungsärzten, präsentiert eine umstrittene Technologie zur künstlichen Kühlung der Erde. Am Donnerstag veröffentlichte das Unternehmen Details zu zwei neuartigen Partikeln, die in die Atmosphäre gesprüht werden sollen. Beide Partikel sind fast kugelförmig und etwa 0,5 Mikrometer groß. Ihre Basis bilden natürliche Verbindungen, die auch in Zahnpasta und Lebensmittelzusätzen verwendet werden.

Die erste Generation besteht aus amorphem Siliziumdioxid, das das Unternehmen als „vollständig biokompatibel, in großem Maßstab herstellbar und bereits weit fortgeschritten in der Validierung“ bezeichnet. Die zweite Generation kombiniert einen Kalziumkarbonat-Kern mit einer Siliziumdioxid-Hülle. Der Grund: Partikel, die zu viel der von der Erde abgestrahlten Infrarotstrahlung absorbieren, könnten die Stratosphäre erwärmen – ein Effekt, den man vermeiden möchte. Die zweite Generation reflektiert zwar weiterhin Sonnenlicht, lässt aber die Infrarotstrahlung durch, sodass höhere Dosierungen ohne diesen Erwärmungseffekt möglich sind.

Bereits im vergangenen Monat veröffentlichte Stardust die ersten ethischen Richtlinien, an die sich das Unternehmen selbst binden will. Im Oktober hatte Heatmap berichtet, dass das Startup mit 60 Millionen US-Dollar Finanzierung aus der Stealth-Phase hervortrat.

„Die Idee, dass bestimmte Eingriffe das Risiko katastrophaler Klimafolgen wie dem Kollaps des antarktischen Eisschilds verringern könnten, ist nicht neu. Die Patente von Stardust zeigen, dass diese Konzepte nun vom theoretischen in den praktischen Bereich übergehen.“

Hannah Safford, Klimaexpertin bei der Federation of American Scientists, kommentierte am Donnerstag: „Es ist an der Zeit, Klimainterventionsstrategien ernster zu nehmen und die Risiken dieser Ansätze gegen die Risiken des Nichthandelns abzuwägen.“

2. Cleveland stoppt 1,6-Milliarden-Dollar-Datenzentrum

Die zweitgrößte Stadt Ohios, Cleveland, hat die Genehmigung für ein 1,6-Milliarden-Dollar-Datenzentrum auf einem 14 Hektar großen Grundstück im Stadtteil Slavic Village verweigert. Wie die Cleveland Signal berichtet, nannte die Stadt keine Gründe für die Ablehnung. In einer Stellungnahme erklärte Bürgermeister Justin Bibb, er habe „ernsthafte Bedenken“ gegenüber hyperskaligen, eigenständigen Datenzentren in Wohngebieten. Der Demokrat verwies auf die Sorgen der Wähler vor den „Computerfarmen“.

Laut einem exklusiven Bericht von Heatmap wurden bereits im ersten Quartal dieses Jahres etwa 25 Datenzentren-Projekte aufgrund wachsender lokaler Opposition gestoppt. Aktuelle Umfragen von Heatmap Pro zeigen zudem einen deutlichen Rückgang der öffentlichen Unterstützung für solche Projekte im Vergleich zum vergangenen Herbst.

3. Kuba steht vor neuen Herausforderungen

Die Inselnation Kuba steht vor einer Reihe ungelöster Probleme, die weitere internationale Aufmerksamkeit erfordern. Details zu den aktuellen Entwicklungen werden in Kürze erwartet.