Die NFL-Offseason ist selten ein Grund zur Freude für Trainer. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass einige Head Coaches vor dem Start der neuen Saison 2026 unter besonderer Beobachtung stehen. Die Gründe: Stagnation, ausbleibende Erfolge und ungeduldige Besitzer.
Die vergangene Saison brachte bereits einschneidende Veränderungen mit sich. Veteranen wie Mike Tomlin (Steelers), John Harbaugh (Ravens), Sean McDermott (Bills) und Kevin Stefanski (Browns) mussten trotz langjähriger Erfolge gehen. Gemeinsam war ihnen das Gefühl, sportlich an eine Grenze gestoßen zu sein – trotz Play-off-Teams und sogar Super-Bowl-Siegen in der Vergangenheit. Die Lektion: Im Profifußball zählt nur der stetige Fortschritt. Wer zu lange auf der Stelle tritt, riskiert seinen Job.
Diese Trainer könnten 2026 besonders gefährdet sein:
Kyle Shanahan, San Francisco 49ers
Shanahan gilt als einer der besten Strategien der Liga – doch die 49ers scheitern seit Jahren knapp an ihrem großen Ziel: dem Super-Bowl-Sieg. Trotz zweier NFC-Titel und fünf Play-off-Teilnahmen in den letzten Jahren bleibt eine bittere Bilanz: eine Siegquote von nur 55 Prozent und regelmäßige Enttäuschungen in den entscheidenden Momenten.
Falls San Francisco 2026 erneut ohne Titel bleibt – selbst mit gesunden Spielern –, könnte das Management über einen Wechsel nachdenken. Nicht wegen mangelnder Leistung, sondern weil die Erwartungen einfach zu hoch sind.
Zac Taylor, Cincinnati Bengals
Taylor zählt zu den schwächsten Head Coaches der NFL. Sein größter Vorteil? Sein Gehalt ist niedrig. Die Bengals halten ihn vor allem aus finanziellen Gründen – doch diese Rechnung könnte 2026 nicht mehr aufgehen. Mit Joe Burrow und Ja’Marr Chase an der Spitze wächst der Druck auf die Führungsetage. Ein weiteres schwaches Jahr könnte die Stars dazu bewegen, öffentlich nach Veränderungen zu verlangen.
Besonders brisant: Taylors Vertrag läuft bis 2027. Eine Entlassung nach dieser Saison wäre für die Bengals finanziell weniger schmerzhaft als ein Jahr später.
Die kritischen Faktoren für gefährdete Trainer
- Fehlende Titel: Trotz Play-off-Teilnahmen bleibt der große Erfolg aus.
- Ungeduldige Besitzer: NFL-Teams haben nur ein begrenztes Zeitfenster, um zu konkurrieren.
- Finanzielle Prioritäten: Billige Lösungen werden oft länger geduldet – bis die Leistung nicht mehr reicht.
Fazit: Wer hat noch eine Chance?
Nicht alle Trainer auf der Beobachtungsliste werden 2026 ihren Job verlieren. Doch die Zeichen stehen auf Veränderung. Besonders Shanahan und Taylor müssen 2026 liefern – sonst könnte es für sie eng werden. Die Frage ist nicht, ob sich etwas ändert, sondern wann.