Mit der Verpflichtung von Fernando Mendoza, Quarterback der Indiana University, als erster Pick im NFL Draft 2026 hat die Liga am Dienstag ein neues Kapitel aufgeschlagen. Doch der eigentliche Höhepunkt steht noch bevor: Vom 23. bis 25. April wird die Draft-Woche zum größten Social-Media-Event des Jahres.
Für Football-Fans ist der Draft die Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten. Ohne Siege oder Niederlagen geht es um neue Talente, frische Perspektiven und die Zukunft der Teams. Gleichzeitig ist die Veranstaltung ein zentrales Event der Liga. Im vergangenen Jahr lockte der Draft in Green Bay über drei Tage hinweg rund 600.000 Besucher an. Auf TV und Streaming verfolgten Millionen die sieben Runden mit 257 Picks – die erste Runde erreichte durchschnittlich 13,6 Millionen Zuschauer und wurde damit zur zweitmeistgesehene Draft-Show aller Zeiten.
Doch die wahre Macht des Drafts entfaltet sich auf Social Media. Die NFL, die Teams, die Draft-Picks, Influencer und Fans produzieren eine schier endlose Flut an Inhalten, die die gesamte Geschichte des Events erzählen. Diese geballte Content-Produktion ist in kaum einer anderen Sportliga zu finden. Allein auf den offiziellen NFL-Kanälen wurden während der Draft-Woche zuletzt über 500 Millionen Views generiert – doppelt so viele wie vor fünf Jahren. Auf TikTok erreichte die NFL im vergangenen Jahr 30 % Frauen und 44 % der Zuschauer waren zwischen 18 und 24 Jahre alt – deutlich jünger und diverser als das reguläre NFL-Publikum.
„Der Draft gehört durchgehend zu den Top fünf bis zehn Social-Media-Momenten des Jahres“, sagt Ian Trombetta, Senior Vice President für globales Social Media und Influencer-Marketing der NFL. „In einem normalen Jahr liegt er sogar in den Top fünf.“
Um diese Dynamik zu steuern, setzt die NFL auf ein hochmodernes Social-Media-Kommandozentrum. Vor Ort in Pittsburgh sowie in den Ligabüros in New York und Los Angeles arbeiten zehn Mitarbeiter daran, täglich rund 1.000 Social-Media-Posts zu produzieren – von der Vorstellung eines neuen Spielers bis zu letzten Trade-Entscheidungen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Liga durchschnittlich 33 Inhalte pro Stunde über die drei Draft-Tage. Selbst während der Picks und sieben Trades am ersten Tag blieb das Team aktiv und feierte jeden Trade mit Push-ups, um die Energie hochzuhalten.
Für den Draft 2026 hat sich die NFL zum Ziel gesetzt, die Reichweite weiter auszubauen und als zentrale Schnittstelle zwischen allen Beteiligten auf Social Media zu fungieren. Die Strategie: maximale Sichtbarkeit, maximale Interaktion und ein unvergessliches Erlebnis für Fans weltweit.