Philadelphia – Die Pittsburgh Steelers könnten sich in einer unangenehmen Situation wiederfinden: Die NFL untersucht einen mutmaßlichen Regelverstoß im Zusammenhang mit einem Anruf bei Wide Receiver Makai Lemon kurz vor dem NFL-Draft.
Am Freitagabend feierte Lemon bei einem Playoff-Spiel der Boston Celtics gegen die Philadelphia 76ers. Noch am Vortag hatte er mit den Steelers gesprochen, die ihn als 21. Pick im Draft auswählen wollten. Unwissentlich für Pittsburgh hatten die Eagles jedoch überraschend die Position 20 besetzt – und Lemon war für sie nicht erreichbar, da er mit den Steelers telefonierte.
Ehemaliger Eagles-Manager Jake Rosenberg wies am Freitag darauf hin, dass die Steelers möglicherweise gegen die NFL-Regeln verstoßen haben könnten, indem sie Lemon direkt kontaktierten, während Philadelphia versucht hatte, ihn zu erreichen.
Die Liga bestätigte auf Anfrage, dass alle Aspekte des Drafts in der Woche nach dessen Abschluss überprüft werden. Der Anruf der Steelers bei Lemon wird daher Teil dieser Untersuchung sein.
Experten gehen davon aus, dass es sich um ein versehentliches Missverständnis handelte. Selbst ohne den direkten Kontakt hätten die Eagles Lemon vermutlich an Position 20 ausgewählt. Die peinliche Situation, dass Offensive Tackle Max Iheanachor als Plan B galt, könnte für die Steelers bereits eine ausreichende Strafe darstellen.