Nissan strafft sein Portfolio – 11 Modelle werden gestrichen
Nissan reduziert sein weltweites Modellangebot von derzeit 56 auf 45 Fahrzeuge. Im Rahmen dieser Umstrukturierung werden vor allem „schwach laufende Modelle“ aus dem Programm genommen, um Investitionen in zukunftsträchtige Bereiche umzulenken. Welche Fahrzeuge genau betroffen sind, nannte der Hersteller nicht.
Neue Modelle und Technologien im Fokus
Mit der langfristigen Strategie „Mobility Intelligence for Everyday Life“ setzt Nissan auf Innovation. Geplant sind unter anderem die Rückkehr des Geländewagens Xterra, ein neues Skyline-Modell sowie die Einführung der e-Power-Technologie in den USA – zunächst im neu gestalteten Rogue.
Welche Modelle könnten als Nächstes fallen?
Obwohl Nissan keine konkreten Namen nannte, gibt es einige Kandidaten, die aufgrund schwacher Verkaufszahlen oder veralteter Technik besonders gefährdet erscheinen:
- Altima: Der seit fast einem Jahrzehnt angebotene Mittelklasse-Sedan verzeichnete 2024 einen Rückgang der Verkäufe um 18,1 % auf 93.268 Einheiten. Zum Vergleich: Der Chevrolet Malibu verkaufte sich 2024 sogar nur 117.319 Mal und wurde eingestellt.
- Rogue Plug-in Hybrid: Dieses Modell ist ein badgeloser Mitsubishi Outlander PHEV – ein Nischenprodukt ohne große Nachfrage.
- Murano: Der große SUV verzeichnete zwar einen Verkaufsanstieg von 121,3 % nach einem Facelift, verkaufte sich aber trotzdem nur 42.747 Mal. Trotz hoher Preise (ab 41.670 US-Dollar) bleibt unklar, ob das Modell langfristig profitabel ist.
Alternativen im Portfolio
Der Sentra könnte den Altima ersetzen: Er ist geräumig, bietet ein hochwertiges Interieur und startet bei 22.600 US-Dollar. Der Murano bleibt zwar ein Nischenprodukt, ist aber aufgrund seiner hohen Preisspanne (bis zu 50.000 US-Dollar) möglicherweise noch rentabel.
Internationale Überlegungen: Van- und Kei-Car-Bereinigung
Auch im Ausland prüft Nissan eine Straffung seiner Van- und Kei-Car-Modelle. Solche Entscheidungen bergen jedoch das Risiko, Stammkunden zu verlieren. Die Frage bleibt: Welche Modelle würden Sie opfern?
„Nissan setzt auf Wachstum durch Innovation, muss dafür aber auch unrentable Modelle streichen.“
Fazit: Weniger ist mehr?
Mit der Reduzierung seines Portfolios will Nissan seine Ressourcen auf zukunftsfähige Fahrzeuge konzentrieren. Ob die Streichungen jedoch ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, bleibt abzuwarten. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Modelle tatsächlich das Ende der Fahnenstange erreicht haben.